"Freundschaftstournee" Britische Schriftsteller wollen gegen den Brexit anlesen

Weil sie vom Brexit "peinlich berührt und erschüttert" sind, wollen die vier britischen Bestseller-Autoren gemeinsam durch europäische Großstädte touren - um zu zeigen, "dass wir Europa nicht verlassen wollen".

Ken Follett, Jojo Moyes
David Levenson/ Dave Benett/ Getty Images

Ken Follett, Jojo Moyes


Eine "Freundschaftstournee" durch Europa soll es werden: In Mailand, Madrid, Berlin und Paris wollen die britischen Bestseller-Autoren Ken Follett, Lee Child, Kate Mosse und Jojo Moyes ihrem Ärger über den bevorstehenden Brexit Luft machen. Auf der Lesereise im November wollen sich die Autoren auch mit jungen Romanautoren treffen und Fragen ihrer Fans zum Brexit beantworten - "um den Menschen in unseren Nachbarländern zu versichern, dass wir Europa nicht verlassen wollen, und dass wir Ausländer nicht hassen", sagte Follett ("Die Säulen der Erde") bei einer Pressekonferenz.

Er und seine Kollegen seien nämlich "peinlich berührt und erschüttert" über die politischen Ereignisse in Großbritannien seit dem Brexit-Referendum im Juli 2016, erklärte Follett. Es sei der Eindruck entstanden, "dass die Briten andere Europäer nicht mögen und kein Teil Europas sein wollen." Er setze wenig Hoffnung in den Nachfolger der scheidenden Premierministerin Theresa May. Follett sehe keinen Weg mehr, der "von dort, wo wir jetzt stehen, zu einem guten Ende führt", sagte der 70-Jährige.

Jojo Moyes, Autorin von sehr erfolgreichen Liebesromanen wie "Ein ganzes halbes Jahr", erklärte, der Brexit sei für sie eine "Quelle riesiger Traurigkeit". Die politische und emotionale Zersplitterung Großbritanniens bereite ihr Angst. Sie erinnere sich noch an die Zeit, als sie noch nicht als populäre Schriftstellerin galt - nicht etwa in Großbritannien, sondern Deutschland sei einer ihrer Romane zuerst ein Bestseller geworden.

In Berlin wird die "Freundschaftstournee" der Schriftsteller am 23. November Station machen. Der RBB will die Lesung im Radio live übertragen.

evh/dpa

Mehr zum Thema
Newsletter
Bücher: Bestseller und Lesetipps


insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
siryanow 26.06.2019
1.
Loeblich jedoch etwas spät. Andrerseits lieber spät als gar nicht .
franke2010 26.06.2019
2. Sorry, nein
Zitat von siryanowLoeblich jedoch etwas spät. Andrerseits lieber spät als gar nicht .
Sie fragen richtig "warum jetzt erst"! aber der Zug ist abgefahren, da geht doch nichts mehr. Diese schriftsteller wollen sich nur noch weißes westchen überziehen. Demnächst kommt noch dieser Johnson, dann ist eh alles aus und die Britten werden in Elend versinken. ABER sie wollten es so, sie haben ja für den Brexit gestimmt! Lebt wohl Ihr dummen Britten!!
lathea 26.06.2019
3. Sie sollten lieber durch GB touren.....
......und es ihren Landsleuten sagen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.