Queerfeindliche Angriffe Kim de l’Horizon sieht sich bedroht

Abwertende Kommentare, Ein-Stern-Bewertungen auf Amazon: Nach der Vergabe des Deutschen Buchpreises sieht sich Kim de l’Horizon queerfeindlichen Angriffen ausgesetzt. Der Verlag trifft erste Vorkehrungen.
Kim de l’Horizon: Bei der Frankfurter Buchmesse wacht ein Sicherheitsdienst

Kim de l’Horizon: Bei der Frankfurter Buchmesse wacht ein Sicherheitsdienst

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Kim de l’Horizon sieht sich nach dem Gewinn des Deutschen Buchpreises Bedrohungen ausgesetzt. Das berichtet der »Kölner Stadt-Anzeiger«  unter Berufung auf den DuMont-Verlag, der den Roman »Blutbuch« verlegt.

Seit der Auszeichnung mit dem Deutschen Buchpreis sehe sich Kim de l’Horizon neben Glückwünschen im Internet auch queerfeindlichen Angriffen ausgesetzt. Die Social-Media-Beauftragte des Verlags habe viele Hassbotschaften löschen müssen, hieß es. Auf Amazon hagele es Ein-Stern-Bewertungen.

Der Verlag hat reagiert: Inzwischen ist ein Sicherheitsdienst beauftragt, Kim de l’Horizon zu schützen. Sämtliche Termine auf der Frankfurter Buchmesse sollen den Angaben zufolge aber wie geplant stattfinden.

De l’Horizon wurde in der Schweiz geboren und definiert sich als non-binär, weder eindeutig männlich noch weiblich. 2022 erhielt de l’Horizon als erste non-binäre Person den Deutschen Buchpreis für den Titel »Blutbuch«.

isb/dpa
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