Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller sagt Lesung wegen Krankheit ab

Wegen einer schweren Erkrankung ist eine Essener Lesung der Nobelpreisträgerin Herta Müller kurzfristig abgesagt worden. Ob die Autorin ihre Termine auf der Frankfurter Buchmesse wahrnehmen wird, ist unklar.
Preisträgerin Müller: In Essen sollte sie ihre erste Lesung nach der Auszeichnung halten

Preisträgerin Müller: In Essen sollte sie ihre erste Lesung nach der Auszeichnung halten

Foto: Andreas Rentz/ Getty Images

Essen - Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller hat eine lange geplante Lesung in Essen kurzfristig abgesagt. Die Schriftstellerin sei "schwer erkrankt", erklärten die Organisatoren von der Buchhandlung Proust am Dienstag. Die 56-Jährige sei am Montag "zusammengeklappt", sagte der Verleger der in Essen erscheinenden Literaturzeitschrift "Schreibheft", Norbert Wehr. Die Strapazen der vergangenen Tage seien ihr nah gegangen, erklärte Wehr unter Berufung auf ein Telefonat mit der Autorin.

Bei der Pressestelle der Frankfurter Buchmesse war von einer Erkrankung der Autorin zunächst nichts bekannt. Herta Müller wird von Mittwoch an zu mehreren Terminen auf der Messe erwartet.

Die Organisatoren der Lesung in Essen erklärten, Müller habe am Dienstagnachmittag kurzfristig abgesagt. Wegen des großen Publikumsinteresses war die Essener Lesung zuvor in das historische Lichtburg-Kino mit 1500 Sitzplätzen verlegt worden. Sie hätte dort vor ausverkauftem Haus aus ihrem neuen Roman "Atemschaukel" vorlesen sollen. Es wäre die erste derartige Veranstaltung Müllers nach der Auszeichnung mit dem Nobelpreis gewesen. Die Organisatoren versicherten, der Autorin sei diese Lesung sehr wichtig und man bemühe sich deshalb um einen neuen Termin.

can/dpa/AP/ddp