Neues Buch angekündigt Michel Houellebecq beschreibt sich als »Objekt in einer Tierdokumentation«

Er wollte gerichtlich einen Sexfilm verhindern lassen und wurde als Gewaltprophet bezichtigt: Michel Houellebecq hatte einige turbulente Monate – über die er in Ich-Form ein Buch geschrieben hat. Es erscheint noch im Mai.
Schriftsteller Houellebecq: »Es fällt mir schwer, diesen Moment zu vergessen«

Schriftsteller Houellebecq: »Es fällt mir schwer, diesen Moment zu vergessen«

Foto: Manuel Cedron / IMAGO

Der französische Bestseller- und Skandalautor Michel Houellebecq veröffentlicht ein neues Buch. Das Werk werde am 24. Mai erscheinen, bestätigte er der Deutschen Presse-Agentur in Paris. Der Titel wird »Einige Monate in meinem Leben. Oktober 2022 – März 2023« heißen und bei seinem französischen Hausverlag Flammarion erscheinen. Houellebecq soll darin aus der Ich-Perspektive die vergangenen Monate beschreiben, die reich an Wirbel um seine Person waren.

»Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich wirklich das Gefühl, wie das Objekt in einer Tierdokumentation behandelt zu werden. Es fällt mir schwer, diesen Moment zu vergessen«, schreibt der 65-Jährige nach Angaben des Verlags auf der Rückseite des 112 Seiten langen Buchs.

Der Autor (»Vernichten«, »Elementarteilchen«) soll darin unter anderem auf den Wirbel und die Folgen  eingehen, die sein Interview in dem rechtspopulistischen Magazin »Front Populaire« ausgelöst hatte. Darin sprach er von einer nationalen Rebellion gegen die muslimische Bevölkerung des Landes.

Für nicht weniger Aufsehen sorgte Anfang des Jahres dann ein Kurzfilm mit dem niederländischen Regisseur Stefan Ruitenbeek. Bisher gab es nur einen Trailer zu dem von Medien als pornografisch beschriebenen Film, in dem Houellebecq mit mehreren Prostituierten Sex haben soll. Houellebecq wollte den Film verbieten lassen, unterlag aber vor einem niederländischen Gericht. Ende März kündigte er an, Berufung gegen das Urteil einzulegen.

feb/dpa
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