Journalismus "New York Times" gewinnt Pulitzer-Preis für investigative Recherchen

Die weltweit wichtigste Auszeichnung für Journalisten geht an die "New York Times". Die Zeitung gewann drei der begehrten Trophäen: Für investigative und internationale Berichterstattung und für Fotografie.

Das Capitol in Washington: Ein Bericht über die Macht der Lobbyisten bekam den Pulitzer-Preis
AP

Das Capitol in Washington: Ein Bericht über die Macht der Lobbyisten bekam den Pulitzer-Preis


In mehreren bedeutenden Bereichen ging der wichtigste Preis für Journalisten in diesem Jahr an die "New York Times": Die renommierte US-Zeitung erhielt den Pulitzer-Preis in den Kategorien Internationale Berichterstattung, Fotografie und Investigative Berichterstattung. Hier wurde ein Bericht über die Macht von Lobbyisten im Kongress in Washington ausgezeichnet. Eine vollständige Übersicht der Auszeichnungen finden Sie hier.

In der Kategorie Nationale Berichterstattung gewann Carol D. Leonnig vom "Wall Street Journal", dessen ganzes Team mit einem weiteren Preis für Investigative Berichterstattung ausgezeichnet wurde: für einen Beitrag über Patientendaten bei Krankenversicherungen.

"The Post and Courier of Charleston" aus South Carolina gewann den Titel für eine Reportage über ungeklärte Todesfälle von Frauen. In der Kategorie "Dienst an der Öffentlichkeit" gewann der Artikel "Bis dass der Tod uns scheidet". Er hinterfragt die Tode von mehr als 300 Frauen innerhalb von zehn Jahren, die nicht oder nur halbherzig untersucht worden seien.

"The Seattle Times" wurde für ihre digitale Berichterstattung über eine Schlammlawine im Staat Washington mit 43 Toten ausgezeichnet.

Die Pulitzerpreise werden seit 1917 vergeben und gelten als weltweit wichtigste Auszeichnung für Journalisten. Die prestigeträchtigen Trophäen werden in 21 Kategorien vergeben: neben dem Journalismus (14 Preise) auch für die Bereiche Theater, Musik, Lyrik, Belletristik und Sachbuch.

Der Preis im Bereich Belletristik ging an Anthony Doerr für seinen im Jahr 1944 spielenden Weltkriegsroman "Alles Licht, das wir nicht sehen" (auf Deutsch 2014 bei C. H. Beck erschienen), während David Kertzer den Biographie-Preis für sein Buch über Papst Pius VI. und Mussolini erhielt.

mia/AP/dpa



insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
edelamsee 21.04.2015
1. Sogenannte Lügenpresse
Auch wenn die NYT immer seltener mal einen investigativen Journalismus betreibt, so ist sie inhaltlich nicht weit von der Hetze von Fox entfernt, nur etwas raffinierter. Alle Kriege der letzten 20 Jahre wurden maßgeblich durch Propaganda vorbereitet. Ganz übel wurde es unter Bush jun., wofür das Blatt sich entschuldigte, aber das änderte sich nicht bei Libyen, Syrien, Russland, und neuestes beim angeblichen Krieg gegen ISIS. Erst letztes Jahr wurde die Chefredakteurin gefeuert, weil sie nicht angepasst genug war.
rahus 21.04.2015
2. Die NYT gehört zu den Qualitätsmedien!
Die NYT mit Fox wie Kommentator 1. zu vergleichen, das zeigt von massiver Unkenntnis, oder davon, dass hier wieder in Putins (oder Pegida-) Sinne unerwünschte Qualitätsberichterstattung schlechtgeredet wird. Wer alle amerikanischen Politiker oder Medien ablehnt, sollte sich lieber auf russischen oder nordkoreanischen Webseiten austoben.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.