"Guardian" und "Washington Post" Pulitzerpreis für Aufdeckung des NSA-Skandals

Die weltweit wichtigste Auszeichnung für Journalisten geht an die Zeitungen "Guardian" und "Washington Post". Sie werden für die Aufdeckung des NSA-Skandals geehrt. Der "Boston Globe" wurde für die Berichterstattung beim Marathon-Anschlag ausgezeichnet.
Edward Snowden: Informant des "Guardian" und der "Washington Post"

Edward Snowden: Informant des "Guardian" und der "Washington Post"

Foto: AP/ WikiLeaks

New York - Für die Aufdeckung des Abhörskandals um den amerikanischen Geheimdienst NSA werden zwei Zeitungen mit dem wichtigsten der am Montag vergebenen Pulitzerpreise ausgezeichnet. Die amerikanische Ausgabe des britischen "Guardian" und die "Washington Post" bekamen den Preis, weil sie das Material des Informanten Edward Snowden veröffentlicht hatten.

Die beiden Zeitungen setzten sich gegen den "Newsday" von Long Island bei New York durch, der über Polizeigewalt berichtet hatte.

Der "Boston Globe" wurde für seine "umfassenden und einfühlsamen" Berichte nach dem Bombenanschlag auf den Boston Marathon ausgezeichnet. Für die "mutigen Berichte" über die Verfolgung der muslimischen Minderheit Rohingya in Birma erhielt die Nachrichtenagentur Reuters einen Preis.

Die Pulitzerpreise werden seit 1917 vergeben und gelten als weltweit wichtigste Auszeichnung für Journalisten.

Die prestigeträchtigen Trophäen werden in 14 Kategorien vergeben: neben dem Journalismus auch für die Bereiche Theater, Musik, Lyrik, Belletristik und Sachbuch. Die Schriftstellerin Donna Tartt wurde für ihren Roman "Der Distelfink" ("The Goldfinch") ausgezeichnet, Annie Baker erhielt einen Preis für ihr Drama "The Flick".

sun/dpa/AP
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