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Rita Falk erfand die Eberhofer-Krimis Die arbeitslose Bürokauffrau, die aus Trotz einen Bestseller schrieb

Eines Tages setzte sich Rita Falk an den Küchentisch, klappte den Laptop auf und schrieb das schrägste und pampigste Buch, das sie sich vorstellen konnte. Gute Idee.
aus DER SPIEGEL 3/2020
Bestsellerautorin Falk in ihrer Villa in Dienhausen: Mehr verkaufte Bücher, als Finnland Einwohner hat

Bestsellerautorin Falk in ihrer Villa in Dienhausen: Mehr verkaufte Bücher, als Finnland Einwohner hat

Foto:

Sven Döring / DER SPIEGEL

Bevor Rita Falk Romane schrieb, mehr als sechs Millionen Bücher verkaufte, bevor sie einen Pool mit Seerosen besaß und bevor eine Kinopremiere nach der nächsten anstand, ging sie in Landshut zum Arbeitsamt. Elf Jahre sei das her, so erzählt sie es. Falk, 55, ging dorthin, weil sie als Bürokauffrau gearbeitet hatte und entlassen worden war. Der Sachbearbeiter notierte Falks Qualifikationen: Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau in einer Zoohandlung, besondere Fähigkeiten im Umgang mit Echsen, Umschulung zur Bürokauffrau. Er war sich sicher, dass er eine Arbeit finden würde, und schickte sie heim.

In ihrer Wohnung lag Falk ein wenig auf dem Sofa. Ihr wurde langweilig. Sie setzte sich an den Massivholztisch in der Küche, klappte den Laptop auf und dachte, wenn ich sonst nichts zu tun habe, kann ich auch ein wenig vor mich hin schreiben.

Heute, elf Jahre später, ist Rita Falk eine der erfolgreichsten deutschen Schriftstellerinnen der Gegenwart.

Drei Hunde rennen um ihre Füße, als sie das Gartentor zu ihrer Villa öffnet. "Das ist ein ganz lieber", sagt Falk und hält den dunkelgrauen blauzüngigen Chow-Chow namens Chino mit beiden Händen am Halsband. Später berichtet Falks Mann, wie Chino jüngst einem Fremden in die Nase gezwickt hat.

Falk gibt eine kleine Führung über ihr Land. Sie wohnt in der ehemaligen Dorfschule Dienhausens in Oberbayern, zusammen mit den drei Hunden, zwei Pferden, ihrem Mann Robert und den Eseln Bobby und Benny. Im Garten wächst ein Apfelbaum.

"Jetzt keinen falschen Eindruck bekommen", sagt Falk und gibt den Blick frei auf einen Swimmingpool, der ein so ausgeklügeltes Ökosystem hat, dass hier im Sommer die Seerosen blühen. Jeden Morgen, wenn es warm genug ist, zieht sich Falk nackt aus und schwimmt ein paar Runden darin.

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