Früherer PEN-Präsident Deutsch-iranischer Dichter SAID ist gestorben

Er vermittelte iranische Literatur an deutsche Verlage und dichtete selbst, später engagierte er sich stark in der Schriftstellervereinigung PEN. Nun ist der Poet SAID in München mit 73 Jahren gestorben.
SAID im Jahr 2006

SAID im Jahr 2006

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Martin Schutt / dpa

Der aus Iran stammende Dichter SAID ist tot. Er starb im Alter von 73 Jahren. Das PEN-Zentrum  bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der »Süddeutschen Zeitung «. Seinen Künstlernamen schrieb der Poet stets in Großbuchstaben.

SAID, der seit Jahrzehnten in München lebte und dort auch starb, ist vor allem als Verfasser von Gedichten, aber auch Hörspielen, Aufsätzen und Reden bekannt. Sein erster Gedichtband erschien 1981, Teile seines Werkes wurden auch auf Englisch übersetzt.

»Wir werden ihn schmerzlich vermissen als Literat«

Von 1995 bis 1996 war SAID Vizepräsident und Beauftragter des PEN-Zentrums für das »Writers in Prison Committee«, von 2000 bis 2002 Präsident des Zentrums. Er vermittelte zeitweise auch iranische Literatur  an deutschsprachige Verlage.

In seinen Texten verarbeitete Said häufig sein Leben im deutschen Exil. Ein Hauptmotiv seiner Gedichte war die Liebe. Für sein schriftstellerisches Werk, aber auch seinen politischen Einsatz erhielt Said zahlreiche Auszeichnungen.

»Wir werden ihn schmerzlich vermissen als Literat, als Brückenbauer zwischen den Kulturen, als Freund«, teilte die Schriftstellerin und derzeitige PEN-Präsidentin Regula Venske mit.

fek/dpa
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