Literaturauszeichnung Aydemir und Dröscher stehen auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis

Am 17. Oktober wird der Deutsche Buchpreis verliehen. Nun wurde bekannt gegeben, wer sich Hoffnung darauf machen darf – dazu zählen Fatma Aydemir, Daniela Dröscher – und Kim de l'Horizon mit dem Debütroman »Blutbuch«.
Auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2022 dabei: Autorin Fatma Aydemir

Auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2022 dabei: Autorin Fatma Aydemir

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Jens Kalaene / picture alliance/dpa

Die sechs Finalisten für den Deutschen Buchpreis stehen fest: Nominiert sind Fatma Aydemir (»Dschinns«), Kristine Bilkau (»Nebenan«), Daniela Dröscher (»Lügen über meine Mutter«) , Jan Faktor (»Trottel«), Kim de l'Horizon (»Blutbuch«) und Eckhart Nickel (»Spitzweg«), wie die Jury in Frankfurt bekannt gab.

»Eine künstlerische Unbedingtheit«

Die Nominierten bildeten die thematische wie stilistische Vielfalt der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur ab, sagte Jurysprecherin Miriam Zeh. Die sechs Titel der Shortlist hätten die Jury in ihrer ästhetischen Eigenheit überzeugt. »Gemeinsam ist ihnen: eine künstlerische Unbedingtheit.« Die Jury hatte insgesamt 233 Titel gesichtet.

Jan Faktor ist der einzige, der schon mal auf der Shortlist stand, 2010 mit »Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag«. Faktor ist mit Jahrgang 1951 der älteste Autor; wer der jüngste ist, ist schwerer zu sagen: Fatma Aydemir ist 1986 geboren, bei Kim de l'Horizon gibt der Verlag 2666 als Geburtsjahr an.

Der Deutsche Buchpreis wird seit 2005 verliehen und gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Branche. Der Sieger oder die Siegerin erhält 25.000 Euro, die übrigen Autoren der Shortlist jeweils 2500 Euro. 2021 ging der Preis an Antje Rávik Strubel für ihren Roman »Blaue Frau«. Der Gewinner oder die Gewinnerin 2022 wird am 17. Oktober, zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse, verkündet.

18 Prozent der bisherigen Shortlist-Titel erschienen einer Auswertung des Germanisten Elias Kreuzmair zufolge bisher im Suhrkamp-Verlag. Diesmal geht das Haus leer aus, dafür ist Kiepenheuer + Witsch mit gleich zwei Titeln vertreten.

hpi/feb/dpa
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