Suhrkamp Barlach legt Beschwerde gegen Sanierungsplan ein

Suhrkamp-Sanierung vorerst ausgebremst: Eigentlich hatten die Richter schon grünes Licht für das Rettungskonzept für den insolventen Verlag gegeben. Doch jetzt hat Miteigentümer Hans Barlach im letzten Moment Beschwerde gegen die Gerichtsentscheidung eingelegt. 
Suhrkamp-Stand auf der Frankfurter Buchmesse: Suhrkamp-Bücher: Barlach wehrt sich gegen Entmündigung

Suhrkamp-Stand auf der Frankfurter Buchmesse: Suhrkamp-Bücher: Barlach wehrt sich gegen Entmündigung

Foto: Arne Dedert/ picture alliance / dpa

Berlin - Vor zwei Wochen hatte das Amtsgericht in Berlin-Charlottenburg die Umwandlung des insolventen Suhrkamp-Verlags von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft gebilligt. Doch aus der geplanten raschen Umsetzung des Sanierungsplans wird nun erst mal nichts.

Denn Suhrkamp-Mitgesellschafter Hans Barlach hat kurz vor Ablauf der Frist Beschwerde gegen das gerichtlich genehmigte Sanierungskonzept eingelegt. Das teilten der Verwaltungsratspräsident von Barlachs Schweizer Medienholding, Rechtsanwalt Carl Ulrich Mayer, und Suhrkamp-Sprecherin Tanja Postpischil übereinstimmend mit.

Durch eine Umwandlung würde Barlach, der 39 Prozent der Firmenanteile hält, weitreichende Mitspracherechte verlieren. Seit Jahren führen er und die Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz, die über ihre Familienstiftung mit 61 Prozent am Verlag beteiligt ist, einen Machtkampf. Dieser sollte durch die neue Gesellschaftsform beendet werden. Die Gläubiger des Traditionsverlags hatten dem Sanierungsplan bereits im Oktober bereits im Oktober zugestimmt.

seh/dpa
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