Taschenbuch-Bestseller Am liebsten killt sie Frauen

Ihre Opfer sind bevorzugt weiblich, die Morde meist bestialisch: Mit dem Roman "Todesbräute" hat es die Amerikanerin Karen Rose auf Platz 22 der Taschenbuch-Bestsellerliste geschafft.


Karen Rose liebt es, zu reisen. Die amerikanische Autorin hat es sogar mal geschafft, in nur drei Jahren anderthalb Pässe mit Zollstempeln zu füllen. Und auf einer Reise hat sie eine Bruchlandung überstanden, ohne dabei auszurasten - weil sie ein Buch von Jude Deveraux dabei hatte, das ihre Nerven beruhigte. Seitdem, so lässt Rose ihre Fans über ihre Website wissen, fliegt sie nicht mehr ohne einen Liebesroman in der Tasche.

Ihre eigenen Bücher sind da eine ganze Nummer härter. Schon die Titel sind vielsagend: von "Des Todes liebste Beute" zu "Nie wirst du entkommen". Da stürzen sich Frauen in Serie von Balkonen, Mädchen werden bestialisch zu Tode gequält und andere junge Frauen von ihrem Mörder verbrannt.

Auch in "Todesbräute", dem zweiten Teil einer Trilogie um die Familie Vartanian, geht es blutig her. Es geschieht ein grauenerregender Mord an einer jungen Frau; der Mörder hat seinem Opfer das Gesicht zertrümmert, es nackt in eine Decke eingewickelt und die Leiche so in einem Graben entsorgt. An einem Zeh der Frau findet die Polizei einen Schlüssel. Daniel Vartanian übernimmt die Ermittlungen und findet heraus, dass 13 Jahre zuvor ein Mädchen auf dieselbe Art getötet worden ist. Die Frage lautet nun: Ist der Mörder zurückgekehrt, oder handelt es sich um eine Nachahmungstat? Bevor Agent Vartanian jedoch weitere Spuren verfolgen kann, taucht die Zwillingsschwester des Opfers auf und gerät ebenfalls ins Visier des Täters.

Autorin Rose, 1964 in Washington DC geboren, ist ursprünglich Lebensmitteltechnikerin, hat in der Lebensmittelindustrie Produkte mitentwickelt und an einer Highschool Chemie und Physik unterrichtet. Nebenbei begann sie, romantische Spannungsromane zu schreiben. Ihr Debüt "Don't tell" (deutscher Titel: "Eiskalt ist die Zärtlichkeit") ist 2003 erschienen. Inzwischen umfasst ihr Werk zehn Titel.

Ingo Schiweck, buchreport

Buchtipp
Karen Rose:
Todesbräute

Droemer Knauer; 648 Seiten; 9,95 Euro.

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insgesamt 1302 Beiträge
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Seite 1
BerSie, 13.08.2008
1. Gegen den Tag
Ob lesende Hund, sprechende Kugelblitze, oder das Michelson-Morley-Experiment... seltsam ist die Faszination des neuen Pynchon, der mich immer mehr in den Bann zieht! PS Wär ja schön, wenn hier auch Sachbuchbesprechungen toleriert würden!
joachim durrang 13.08.2008
2. bücher
ich lese hauptsächlich meine eigenen texte
kurzundknapp, 13.08.2008
3.
Zitat von joachim durrangich lese hauptsächlich meine eigenen texte
Wow, besser als Goethe, Shakespeare und Benn? Glückwunsch....
BerSie, 13.08.2008
4.
Zitat von kurzundknappWow, besser als Goethe, Shakespeare und Benn? Glückwunsch....
Was der wohl textet, wenn keiner zukuckt?:-)
Muffin Man, 13.08.2008
5.
Unter den Neuerscheinungen sind es in letzter Zeit nur zweie gewesen, die meine Neugier soweit geweckt habe, das Portemonnaie zu zücken: Muriel Barberys "Die Eleganz des Igels (http://www.dtv.de/eleganz_des_igels/index.html)", eine möglicherweise interessante Gegenüberstellung zweier Außenseiterpositionen, ich hab's allerdings wegen eines höheren Stapels älterer Bücher, die ich noch vorher lesen will, kaum angerührt... und Cornelius Medveis "Mr. Thundermug (http://www.chbeck.de/productview.aspx?product=22701)", dessen Story allerdings ziemlich simpel ist - naja, DAS ist's ja auch, was Lesepublikum und Lektoren verlangen...
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