Taschenbuch-Bestseller Bittere Wahrheiten vom Experten für Süßes

Warum Frauen immer an die falschen Männer geraten: Darüber will Roman Maria Koidl aufklären, ein Schokoladen-Unternehmer mit Kunstfaible. Sein Beziehungsratgeber "Scheißkerle" steigt auf Platz 20 der SPIEGEL-ONLINE-Bestsellerliste ein.


Mit Schokolade fängt man Frauen, heißt es. Nicht umsonst haben Männer, als sie noch wussten, was sich gehört, ihrer Angebeteten oder der künftigen Schwiegermutter eine Schachtel Pralinen mitgebracht.

Roman Maria Koidl kennt sich mit Frauen und Schokolade aus. Der 1967 geborene Österreicher ist groß geworden "mit dem zarten Schmelz der Pralinen, den bitteren Ingwerstäbchen und den Cremehütchen" der Konfiseriekette Most, bei der Mama Koidl Stammkundin war. Als die Firma pleite ging, schlug der inzwischen als Unternehmer tätige Koidl (Gründer der Coffee-Shop-Kette World Coffee) im Jahr 2000 zu und erwarb die Traditionsmarke. Die Most-Schokolade verkauft er unter anderem auf seiner Website Schokogramm.de, über die die Kundschaft süße Grüße verschicken kann.

Jetzt hat sich Roman Maria Koidl, der auch schon als Unternehmensberater und Journalist gearbeitet hat und in Berlin einen Ausstellungsraum ("Kunsthalle Koidl") betreibt, schriftstellerisch den Frauen zugewandt: Mit seinem Buch "Scheißkerle" will er die Leserin "um die 30" erreichen, die immer an den Falschen gerät. Dank seiner Analysen soll sie einen bestimmten Männertypus identifizieren und dabei auch eigene Verhaltensweisen entlarven können.

Koidl gibt an, "Methoden, Lügen und Strategien der Fremdgeher, Betrüger, Serientäter, Parallelleben-Inhaber, der 'Alle-zwei-Wochen-Männer', der 'Noch-nicht-bereit-Experten', der 'Ich-komme-gerade-aus-einer-Beziehung-Kerle', der 'Bad Boys' und natürlich der unvermeidlichen 'Doktor Kimbles auf der Flucht, vor was auch immer'" entlarven zu wollen. Die Frauen, die an diese "Scheißkerle" geraten und von ihnen abhängig zu sein scheinen, machen nach Koidls Darstellung ihre ersten diesbezüglichen Erfahrungen schon mit ihrem Vater, der sie beispielsweise stark vernachlässigt hat.

Koidl will "Scheißkerle" als Beziehungsratgeber verstanden wissen. Wenn der nicht die gewünschte Wirkung zeigen sollte, kann man sich ja bei Koidl zum Trost eine Tafel Schokolade bestellen, oder gleich mehrere.

Nicole Stöcker, buchreport

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insgesamt 1302 Beiträge
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Seite 1
BerSie, 13.08.2008
1. Gegen den Tag
Ob lesende Hund, sprechende Kugelblitze, oder das Michelson-Morley-Experiment... seltsam ist die Faszination des neuen Pynchon, der mich immer mehr in den Bann zieht! PS Wär ja schön, wenn hier auch Sachbuchbesprechungen toleriert würden!
joachim durrang 13.08.2008
2. bücher
ich lese hauptsächlich meine eigenen texte
kurzundknapp, 13.08.2008
3.
Zitat von joachim durrangich lese hauptsächlich meine eigenen texte
Wow, besser als Goethe, Shakespeare und Benn? Glückwunsch....
BerSie, 13.08.2008
4.
Zitat von kurzundknappWow, besser als Goethe, Shakespeare und Benn? Glückwunsch....
Was der wohl textet, wenn keiner zukuckt?:-)
Muffin Man, 13.08.2008
5.
Unter den Neuerscheinungen sind es in letzter Zeit nur zweie gewesen, die meine Neugier soweit geweckt habe, das Portemonnaie zu zücken: Muriel Barberys "Die Eleganz des Igels (http://www.dtv.de/eleganz_des_igels/index.html)", eine möglicherweise interessante Gegenüberstellung zweier Außenseiterpositionen, ich hab's allerdings wegen eines höheren Stapels älterer Bücher, die ich noch vorher lesen will, kaum angerührt... und Cornelius Medveis "Mr. Thundermug (http://www.chbeck.de/productview.aspx?product=22701)", dessen Story allerdings ziemlich simpel ist - naja, DAS ist's ja auch, was Lesepublikum und Lektoren verlangen...
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