Taschenbuch-Bestseller Bücherschreiben im Paarlauf

Das unter dem Namen Iny Lorentz firmierende Schreiberteam ("Die Wanderhure") hat wieder einen historischen Roman ins Rennen geschickt: "Juliregen" ist in dieser Woche auf Platz acht der höchste Neueinsteiger in die Taschenbuch-Bestsellerliste von SPIEGEL ONLINE.


Sie heißen Eric Maron, Mara Volkers und Diana Wohlrath. Auch Nicola Marni und Anni Lechner haben sie sich schon genannt. Aber unter dem Namen Iny Lorentz sind sie am bekanntesten geworden: Iny Klocke und Elmar Wohlrath bilden ein umtriebiges Schriftstellerduo. Er stammt aus Franken, sie aus Köln, zusammen lebt das Paar bei München.

Leben heißt bei den beiden vor allem: Schreiben. Das machen sie nämlich im Team, am laufenden Band, und mit ihren historischen Romanen sind sie Stammgäste auf den Bestsellerlisten. Für Furore hat vor allem die im 15. Jahrhundert spielende "Wanderhuren"-Tetralogie gesorgt, die von 2004 bis 2008 erschienen ist und deren erster Teil sehr erfolgreich fürs Fernsehen verfilmt worden ist.

Kennengelernt haben sich Klocke und Wohlrath 1978, als beide einem Fantasy-Fanclub angeschlossen waren. Aus den Brieffreunden wurde 1982 ein Ehepaar. Die gelernte Arzthelferin und der ehemalige Postangestellte arbeiteten dann lange Jahre beim selben Versicherungskonzern, schrieben nach Feierabend. 2003 kam der Durchbruch mit "Die Kastratin"; seit 2007 konzentrieren sich Iny Lorentz voll und ganz auf die Produktion von Büchern, die schnell mal die 600- oder 700-Seiten-Marke passieren.

Ihr neuestes Werk zählt 704 Seiten, heißt "Juliregen" und bildet den Abschluss der Trettin-Trilogie. Wie schon in den Romanen um die Wanderhure Marie steht auch in diesen, im ausgehenden 19. Jahrhundert spielenden Büchern, in Gestalt der Lore eine starke Frau im Mittelpunkt. Während Lore im ersten Band der Trilogie wegen eines Erbstreits aus Ostpreußen flieht und im zweiten Band als Bankiersgattin in Berlin einen Modesalon eröffnet, geht es in "Juliregen" wieder aufs Land. Ehemann Fridolin bekommt die Gelegenheit, ein Gut zu übernehmen. Die zweifache Mutter Lore ist begeistert, doch ihre ostpreußische Verwandtschaft gönnt ihr kein Glück. Lore gerät wegen der Familienfehde in höchste Gefahr.

Nicole Stöcker, buchreport



insgesamt 1302 Beiträge
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BerSie, 13.08.2008
1. Gegen den Tag
Ob lesende Hund, sprechende Kugelblitze, oder das Michelson-Morley-Experiment... seltsam ist die Faszination des neuen Pynchon, der mich immer mehr in den Bann zieht! PS Wär ja schön, wenn hier auch Sachbuchbesprechungen toleriert würden!
joachim durrang 13.08.2008
2. bücher
ich lese hauptsächlich meine eigenen texte
kurzundknapp, 13.08.2008
3.
Zitat von joachim durrangich lese hauptsächlich meine eigenen texte
Wow, besser als Goethe, Shakespeare und Benn? Glückwunsch....
BerSie, 13.08.2008
4.
Zitat von kurzundknappWow, besser als Goethe, Shakespeare und Benn? Glückwunsch....
Was der wohl textet, wenn keiner zukuckt?:-)
Muffin Man, 13.08.2008
5.
Unter den Neuerscheinungen sind es in letzter Zeit nur zweie gewesen, die meine Neugier soweit geweckt habe, das Portemonnaie zu zücken: Muriel Barberys "Die Eleganz des Igels (http://www.dtv.de/eleganz_des_igels/index.html)", eine möglicherweise interessante Gegenüberstellung zweier Außenseiterpositionen, ich hab's allerdings wegen eines höheren Stapels älterer Bücher, die ich noch vorher lesen will, kaum angerührt... und Cornelius Medveis "Mr. Thundermug (http://www.chbeck.de/productview.aspx?product=22701)", dessen Story allerdings ziemlich simpel ist - naja, DAS ist's ja auch, was Lesepublikum und Lektoren verlangen...
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