Taschenbuch-Bestseller Ein Paar gerät ins Wackeln

Deutsch-italienische Koproduktion: Jutta Speidel und Bruno Maccallini reisen per Maultier zu einer Hochzeit auf Sardinien. Das Buch dazu steigt auf Rang sechs in die Taschenbuch-Bestsellerliste ein.


Ihn kennt man als Angelo aus der Nescafé-Werbung ("Isch habe gar keine Auto, Signorina …"), sie ist durch Produktionen, die vom ersten "Schulmädchen-Report" bis zu "Um Himmels Willen" reichen, seit Jahrzehnten eine feste Größe in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft. Gemeinsam stürmen Bruno Maccallini und Jutta Speidel nun die deutschen Buch-Charts.

Der dunkelhaarige Römer und die blonde Münchnerin, die sich 2003 bei Dreharbeiten kennen und lieben gelernt haben, konnten schon vor anderthalb Jahren mit ihrer ersten schriftstellerischen Koproduktion "Wir haben gar kein Auto…" Platz 9 der Taschenbuch-Bestsellerliste erreichen. Über die darin beschriebene gemeinsame Alpen-Radtour sagte Speidel in der "NDR Talk Show": "Es kristallisiert sich absolut danach heraus, ob sie weiterhin zusammenbleiben werden oder ob sie sich trennen."

Die Beziehung von Speidel und Maccallini hat gehalten, und so findet jetzt das zweite deutsch-italienische Reiseabenteuer seinen Weg zu den Lesern. Diesmal soll es zu einer Hochzeit von Brunos Cousin Maurizio in eine touristisch wenig erschlossene Gegend der Mittelmeerinsel Sardinien gehen. "Diese kargen unberührten Landschaften, die tausendjährige Tradition und eine ursprüngliche Küche sind doch der ideale Ausgleich für unser hektisches Alltagsleben", denkt Bruno.

Da weiß er noch nicht, dass es sich als unmöglich erweisen wird, mit einem Mietwagen vom Flughafen in Cagliari wegzukommen. Ein Bauer überlässt ihnen zwei Maultiere, auf denen sich die beiden Städter wie die Esel verhalten. Nach einigen unbequemen Reiterfahrungen, etwas Lagerfeuerromantik, einem Zusammentreffen mit afrikanischen Saisonarbeitern, einer Übernachtung auf einem Landgut und einer Fahrt mit einem Piaggio-Dreirad kommen Speidel und Maccallini rechtzeitig zur Hochzeit des Cousins am Bestimmungsort an.

Wenn ihre eigene Beziehung auch diese Eselstour überstanden hat, wird es wohl nicht das letzte Buch der beiden sein.

Nicole Stöcker, buchreport



insgesamt 1302 Beiträge
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BerSie, 13.08.2008
1. Gegen den Tag
Ob lesende Hund, sprechende Kugelblitze, oder das Michelson-Morley-Experiment... seltsam ist die Faszination des neuen Pynchon, der mich immer mehr in den Bann zieht! PS Wär ja schön, wenn hier auch Sachbuchbesprechungen toleriert würden!
joachim durrang 13.08.2008
2. bücher
ich lese hauptsächlich meine eigenen texte
kurzundknapp, 13.08.2008
3.
Zitat von joachim durrangich lese hauptsächlich meine eigenen texte
Wow, besser als Goethe, Shakespeare und Benn? Glückwunsch....
BerSie, 13.08.2008
4.
Zitat von kurzundknappWow, besser als Goethe, Shakespeare und Benn? Glückwunsch....
Was der wohl textet, wenn keiner zukuckt?:-)
Muffin Man, 13.08.2008
5.
Unter den Neuerscheinungen sind es in letzter Zeit nur zweie gewesen, die meine Neugier soweit geweckt habe, das Portemonnaie zu zücken: Muriel Barberys "Die Eleganz des Igels (http://www.dtv.de/eleganz_des_igels/index.html)", eine möglicherweise interessante Gegenüberstellung zweier Außenseiterpositionen, ich hab's allerdings wegen eines höheren Stapels älterer Bücher, die ich noch vorher lesen will, kaum angerührt... und Cornelius Medveis "Mr. Thundermug (http://www.chbeck.de/productview.aspx?product=22701)", dessen Story allerdings ziemlich simpel ist - naja, DAS ist's ja auch, was Lesepublikum und Lektoren verlangen...
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