Taschenbuch-Bestseller Rangas Wissenswundertüte

Erneut geht TV-Wissensvermittler Ranga Yogeshwar Wundern und Irrtümern des täglichen Lebens auf den Grund, gerne auch im Selbstversuch. Sein zweites Buch "Ach so!" steigt neu auf Platz sieben der SPIEGEL-ONLINE-Bestsellercharts ein.


Dass er etwas tun wolle, was von gesellschaftlicher Relevanz ist, ist Ranga Yogeshwar während einer einjährigen Wanderschaft im Himalaya klar geworden. Da war der Sohn eines indischen Ingenieurs und einer luxemburgischen Kunsthistorikerin 26 Jahre alt, hatte ein Physikdiplom in der Tasche und bereits erste Kontakte zu Hörfunk und Fernsehen geknüpft.

Heute ist Yogeshwar einer der bekanntesten Köpfe des sogenannten Infotainment - mit TV-Formaten wie "Quarks&Co" (WDR), "Wissen vor 8" (ARD) und "Die große Show der Naturwunder" (ARD). Alle Sendungen verbindet eine Idee: "Ich glaube, dass es möglich ist, durch ein bisschen mehr Wissen, durch ein bisschen mehr Fakten Dinge zu verändern und zu verbessern", so Yogeshwar gegenüber der Nachrichtenagentur dapd.

Seine aufklärerischen Ziele verfolgt der 51-Jährige bis ins Gedruckte: Nach "Sonst noch Fragen?" (2009) ist nun mit "Ach so!" der zweite Band auf dem Markt, in dem "Rätsel des Alltags" allgemeinverständlich erläutert werden. Geklärt werden unter anderem folgende Fragen: Wie wirken Vorurteile? Leiden wir eigentlich unter zunehmendem Realitätsverlust? Und warum spritzt es bei der Arschbombe?

Wie gewohnt greift der Autor bei der Suche nach einer Antwort auch schon mal zum Selbstversuch, so beim Phänomen Schlaftrunkenheit: Um nicht einzuschlafen, besuchte er mitten in der Nacht eine Bäckerei, molk in den frühen Morgenstunden Kühe und blickte mit einem befreundeten Astronomen in die Sterne. Das Resümee: Bereits nach 17 Stunden ohne Schlaf reagiert man genauso verlangsamt wie mit einem Blutalkoholspiegel von 0,5 Promille; nach 24 Stunden ohne Schlaf entsprechen die Reaktionen denen eines Fahrers mit einem Promille Alkohol im Blut.

Für seine anschauliche - Kritiker bemängeln: verflachende - Wissensvermittlung konnte der Entertainer bereits den Grimme-Preis und eine Vielzahl anderer Auszeichnungen entgegennehmen.

Nicole Stöcker, buchreport



insgesamt 1302 Beiträge
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BerSie, 13.08.2008
1. Gegen den Tag
Ob lesende Hund, sprechende Kugelblitze, oder das Michelson-Morley-Experiment... seltsam ist die Faszination des neuen Pynchon, der mich immer mehr in den Bann zieht! PS Wär ja schön, wenn hier auch Sachbuchbesprechungen toleriert würden!
joachim durrang 13.08.2008
2. bücher
ich lese hauptsächlich meine eigenen texte
kurzundknapp, 13.08.2008
3.
Zitat von joachim durrangich lese hauptsächlich meine eigenen texte
Wow, besser als Goethe, Shakespeare und Benn? Glückwunsch....
BerSie, 13.08.2008
4.
Zitat von kurzundknappWow, besser als Goethe, Shakespeare und Benn? Glückwunsch....
Was der wohl textet, wenn keiner zukuckt?:-)
Muffin Man, 13.08.2008
5.
Unter den Neuerscheinungen sind es in letzter Zeit nur zweie gewesen, die meine Neugier soweit geweckt habe, das Portemonnaie zu zücken: Muriel Barberys "Die Eleganz des Igels (http://www.dtv.de/eleganz_des_igels/index.html)", eine möglicherweise interessante Gegenüberstellung zweier Außenseiterpositionen, ich hab's allerdings wegen eines höheren Stapels älterer Bücher, die ich noch vorher lesen will, kaum angerührt... und Cornelius Medveis "Mr. Thundermug (http://www.chbeck.de/productview.aspx?product=22701)", dessen Story allerdings ziemlich simpel ist - naja, DAS ist's ja auch, was Lesepublikum und Lektoren verlangen...
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