Protestbrief Mehr als tausend Autorinnen und Autoren fordern »Ende des Blutvergießens«

Schriftstellerinnen und Schriftsteller haben ihre Solidarität mit dem ukrainischen Volk bekundet. In einem offenen Brief kritisieren sie Wladimir Putins »sinnlosen Krieg«.
Olga Tokarczuk bekam 2018 den Literaturnobelpreis

Olga Tokarczuk bekam 2018 den Literaturnobelpreis

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Krzysztof Kaniewski

In einem offenen Brief haben weltweit mehr als tausend Schriftstellerinnen und Schriftsteller Russlands Krieg in der Ukraine verurteilt. Die Unterzeichnenden, darunter Literaturnobelpreisträger wie Swetlana Alexijewitsch, Orhan Pamuk und Olga Tokarczuk, solidarisierten sich in der Erklärung des Autorenverbands PEN International mit ihren Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine und forderten »dringend ein Ende des Blutvergießens«, wie das PEN-Zentrum Deutschland mitteilte .

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»Putins Krieg ist ein Angriff auf Demokratie und Freiheit, nicht nur in der Ukraine, sondern auf der ganzen Welt«, heißt es in dem offenen Brief. »Wir rufen gemeinsam zum Frieden auf und fordern ein Ende der Propaganda, die die Gewalt schürt.« Es könne »kein freies und sicheres Europa ohne eine freie und unabhängige Ukraine geben«.

»Wir sind uns einig in der Verurteilung eines sinnlosen Kriegs, der von Präsident Putin geführt wird, der sich weigert, das Recht des ukrainischen Volkes zu akzeptieren, ohne Moskaus Einmischung über seine künftige Zugehörigkeit und Geschichte zu diskutieren«, heißt es weiter. Die Unterzeichner solidarisierten sich »mit Schriftstellern, Journalisten, Künstlern und allen Menschen in der Ukraine, die ihre dunkelsten Stunden durchleben«.

Die in mehreren Sprachen veröffentlichte Erklärung wurde auch von weiteren international bekannten Schriftstellerinnen und Schriftstellern wie Margaret Atwood, Paul Auster, Can Dündar, Jonathan Franzen, Siri Hustvedt, Joyce Carol Oates, Salman Rushdie oder Elif Shafak unterzeichnet.

sak/AFP