US-Comic-Superheldin Wonder Woman ist queer

Logisch liebt die erste Superheldin von DC-Comics Frauen: Das erklärte einer der Autoren der Serie in einem Interview. Einfach sei die Frage nach der sexuellen Orientierung aber nicht zu beantworten.

"Wonder Woman"
DPA/ Leemage

"Wonder Woman"


Die Comic-Superheldin Wonder Women ist queer. Das sagte der Comicautor Greg Rucka in einem Interview mit dem Branchenportal "Comicosity". "Ja", sagte Rucka auf die Frage, ob die Amazonen-Prinzessin Diana alias Wonder Women queer sei und sich zu Frauen hingezogen fühle. Rucka schreibt derzeit die Wonder-Woman-Reihe.

Wonder Woman ist die erste Superheldin und einer der ältesten Superhelden des US-Comicverlags DC-Comics. Sie wurde von William Moulton Marston und seiner Frau Elizabeth Holloway Marston geschaffen und trat erstmals 1941 in Erscheinung.

Allerdings sei die Sache nicht so einfach, sagte Rucka in dem Interview. Diana lebe als Prinzessin der Amazonen auf der Insel Themyscirain in einer paradiesähnlichen Welt, in der die Erfüllung aller Wünsche, auch der sexuellen, möglich sei. Da es aber nur Frauen gebe, gebe es folglich auch kein Bewusstsein fürs Lesbischsein. "Eine Amazone schaut nicht eine andere Amazone an und sagt zu ihr: 'Du bist lesbisch.' Das tun sie einfach nicht. Das Konzept existiert bei ihnen nicht."

Später beginnt Diana eine Beziehung mit dem US-Piloten Steve Trevor, der auf Themyscirain strandet. Zusammen verlassen sie die Insel. Laut Rucka verlässt Diana das Amazonen-Paradies aber nicht wegen Steve, sondern weil sie die Welt sehen wolle.

"Ich verstehe, dass es einen Wunsch nach Stellvertretung gibt. Dagegen habe ich nichts einzuwenden. Aber mein Job ist in erster Linie, dem Charakter so gut zu dienen, wie ich kann."

Der Verlag DC bringt "Wonder Woman" 2017 auf die Leinwand und startete unlängst die zugehörige Heftreihe neu. Der Autor Rucka war zuvor bereits für Comics wie "Queen & Country", "Stumptown" und "Lazarus" verantwortlich und gilt als Feminist.

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insgesamt 2 Beiträge
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doitwithsed 30.09.2016
1.
Solange man sich Gedanken über die sexuelle Ausrichtung von erfundenen Zeichenfiguren aus den bescheuerten Superheldentrivialmedien macht, kann es ja keine größeren Probleme auf der Welt geben.
HarryPlatte 30.09.2016
2. Genau...
Zitat von doitwithsedSolange man sich Gedanken über die sexuelle Ausrichtung von erfundenen Zeichenfiguren aus den bescheuerten Superheldentrivialmedien macht, kann es ja keine größeren Probleme auf der Welt geben.
... aber das ist schon okay, denn für die wichtigen Probleme derWelt haben wir ja Sie. Heilmittel gegen Krebs schon fertig? Der Essay Flüchtlingsproblematik schon verfasst? ;-)
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