Forderung nach Mehrwertsteuersenkung Verlage und Buchhandel warnen vor existenzieller Gefahr

Steigende Mieten, Papiermangel – in der Energiekrise schlägt die Buchbranche Alarm: Manche Verlage seien in existenzieller Gefahr. Der Staat soll nun unkompliziert helfen.
Bücherstapel in einem Buchladen: Die Papierpreise steigen rasant an

Bücherstapel in einem Buchladen: Die Papierpreise steigen rasant an

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Die Verlags- und Buchhandelsbranche in Deutschland hat angeregt, die Mehrwertsteuer auf Bücher zu streichen, um so den wachsenden Kostendruck zu lindern. »Als mittelständisch geprägte Branche brauchen wir gezielte Entlastungsmaßnahmen, um unserem wichtigen gesellschaftlichen Auftrag weiter nachkommen zu können«, sagte die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs, im Redaktionsgespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Sorgen bereiten der Branche nicht nur steigende Energiekosten und Mieten, sondern auch der spürbare Papiermangel. Ohne Unterstützung seien manche Buchhandlungen und Verlage in existenzieller Gefahr. »Null Prozent Mehrwertsteuer wären die unkomplizierteste Form der Förderung«, sagte Schmidt-Friderichs mit Blick auf den bei Büchern bereits reduzierten Mehrwertsteuersatz.

In den ersten acht Monaten dieses Jahres liegt der Buchmarkt in den zentralen Vertriebswegen einschließlich des Onlinehandels mit 1,0 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 beträgt das Minus nach Daten des Börsenvereins 2,5 Prozent. Allein bei den Buchhandlungen vor Ort schwächte sich das Geschäft in den ersten acht Monaten im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 um 9,5 Prozent ab.

ime/dpa
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