Autor, Sänger und Kabarettist Wiglaf Droste ist tot

Er wurde als Satiriker, Sänger und Autor bekannt. Jetzt ist Wiglaf Droste nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben.

Britta Pedersen / DPA

Der Schriftsteller und Sänger Wiglaf Droste ist Berichten der "Jungen Welt" und "Leipziger Volkszeitung" ("LVZ") zufolge im Alter von 57 Jahren nach einer kurzen, schweren Krankheit in Pottenstein (Franken) gestorben. Die Zeitungen beziehen sich auf Informationen aus dem Familien- und Freundeskreis Drostes. Er lebte laut "LVZ" seit etwa eineinhalb Jahren bei einer Freundin in Pottenstein und schrieb bis zuletzt an neuen Texten. Darüber hinaus hatte er demnach auch noch eine Wohnung in Leipzig, seiner Wahlheimat seit 2006.

Wiglaf Droste wurde am 27. Juni 1961 im ostwestfälischen Herford geboren. Droste begann seine Karriere als Journalist unter anderem für die Tageszeitung "taz". Die dort veröffentlichten Texte erschienen später in mehreren Sammelbänden. Seit 1994 schrieb er regelmäßig für die "Junge Welt" und hatte dort seit Januar 2011 eine tägliche Kolumne.

Mit Bela B von den Ärzten brachte Droste 1989 seine erste Single mit dem Titel "Grönemeyer kann nicht tanzen" auf den Markt. 1991 gründete er mit einem Freund das "Benno-Ohnesorg-Theater" an der Berliner Volksbühne, das jungen satirischen Talenten ein Podium für politisch aktuelle Abendunterhaltung bot. Seine Fangemeinde verglich den Kritiker mit Kurt Tucholsky.

Zuletzt berichtete er der "Jungen Welt" zufolge in der Kolumne vom Eheglück in Franken. Erst im vergangenen Jahr erhielt Droste zusammen mit Pit Knorr den Satirikerpreis "Göttinger Elch".

mal/AFP



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