WikiLeaks Die gefährlichste Website im Internet

Das Buch zum aktuellen Topthema - Marcel Rosenbach und Holger Stark gehen darin Fragen nach, die auch viele Geheimdienstler und Politiker bewegen


WikiLeaks hat sich viele Feinde gemacht. Seit den spektakulären Enthüllungen geheimer Dokumente aus US-Botschaften sowie über die Kriege in Afghanistan und im Irak werden die Organisation und ihr Gründer Julian Assange von den USA als Staatsfeind bezeichnet, als Bedrohung betrachtet und mit aller Macht verfolgt.

Marcel Rosenbach und Holger Stark haben die Entwicklung der Enthüllungsplattform seit Jahren verfolgt, früh mit ihren Machern Kontakt aufgenommen und die Veröffentlichungen der Kriegsprotokolle und der Depeschen im SPIEGEL maßgeblich mit vorbereitet. In ihrem Buch geben sie exklusive Einblicke in die Arbeit von WikiLeaks.

Sie schildern den Aufstieg der Organisation bis hin zur Jagd auf Assange Ende 2010. Sie sprachen dafür mit aktiven und ehemals aktiven Mitgliedern der Organisation. WikiLeaks-Frontmann Julian Assange haben die Autoren über das Jahr 2010 hinweg regelmäßig getroffen. Sie führten mit dem Australier ausführliche und intensive Gespräche über seine Motive, seine Mission und seine politischen Ambitionen und diskutierten mit ihm auch zahlreiche Vorwürfe gegen ihn und sein Projekt - von der Intransparenz bis zum vermeintlichen Antiamerikanismus.

Buchtipp

Marcel Rosenbach, Holger Stark:
Staatsfeind WikiLeaks
Wie eine Gruppe von Netzaktivisten die mächtigsten Nationen der Welt herausfordert.

Deutsche Verlags-Anstalt; 336 Seiten; Klappenbroschur;
14,99 Euro [D] / 15,50 Euro [A] / 24,90 CHF;
ISBN 978-3-421-04518-8, Erscheinungstermin: 24.01.2011.

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"Staatsfeind Wikileaks": Zur Leseprobe
Marcel Rosenbach und Holger Stark gehen in ihrem Buch Fragen nach, die auch viele Geheimdienstler und Politiker bewegen: Wie weit darf radikale Transparenz gehen? Gibt es nicht auch legitime Staatsgeheimnisse? Ist WikiLeaks eine Art "Geheimdienst des Volkes" und die Zukunft des investigativen Journalismus - oder schlicht die gefährlichste Seite im Internet?

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
Transmitter, 19.01.2011
1. Das Internet verändert die Welt
Zitat von sysopDas Buch zum aktuellen Topthema - Marcel Rosenbach und Holger Stark gehen*darin Fragen nach, die auch viele Geheimdienstler und Politiker bewegen http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,740162,00.html
. . . und WikiLeaks gehört dazu wie Wikipeadia und viele andere zuvor nie für möglich gehaltende Websites. Wollen wir mal hoffen, dass diese Entwicklungen insgesamt zu einer besseren, gerechterten und friedlicheren Welt führen.
frubi 19.01.2011
2. .
Zitat von sysopDas Buch zum aktuellen Topthema - Marcel Rosenbach und Holger Stark gehen*darin Fragen nach, die auch viele Geheimdienstler und Politiker bewegen http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,740162,00.html
Die gefährlichste Seite des Internets? Nach der Definition von Leuten wie Kissinger, Wolfowitz und Co. bestimmt. Diese Leute sehen die Gefährlichkeit subjektiv weil Sie sich und ihre Geheimnisse bedroht sehen. Das auf ganze Staaten zu übertragen ist lächerlich und leicht durchschaubar. Natürlich gibt es legitime Staatsgeheimnisse. Nur wie lange haben diese Bestand? In einer Sendung auf Phoenix vor ein paar Woche hat Frau Mikich (Monitor) ein gutes Beispiel genannt (Blair-Regierung verhandelte im geheimen mit der IRA). Da ging es aber um Friedensverhandlungen, nicht um Kriegsverbrechen. Es kann nicht sein, dass wie in den USA, Geheimdienstakten erst nach 25 oder 40 Jahren geöffnet werden können. Da sind die Verantwortlichen meist unter der Erde. Solche Dinge müssen schnell ans Tageslicht und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Ansonsten gibt es für die Nachfolger keinen ersichtlichen Grund, die Dinge anders zu handhaben.
Katzenfreund, 19.01.2011
3. Richtig siehe Galileo
Wer kontroliert eigentlich WikiLeaks? WikiLeaks hat auf seiner "Enthüllungsplattform" behauptet, das Berry Smutny sich abfällig über das Projekt Galileo gegenüber zwei amerikanischen Botschaftsangehörigen geäussert haben. Resultat er wurde freigestellt.Er selbst bestreitet die Vorwürfe. Was wahr oder nicht war ist können nur die beteiligten wissen. Was ist wenn die Aussagen so nicht gemacht worden sind? Wennes an der Übersetzung liegt? Was wenn die Botschaftsangehörigen einen falschen Bericht abgeliefert habe? Vieleicht ist Smutny ja ein Opfer.
hmhmhmhm 24.01.2011
4. zu "Wer kontrolliert..."
Zitat von KatzenfreundWer kontroliert eigentlich WikiLeaks? WikiLeaks hat auf seiner "Enthüllungsplattform" behauptet, das Berry Smutny sich abfällig über das Projekt Galileo gegenüber zwei amerikanischen Botschaftsangehörigen geäussert haben. Resultat er wurde freigestellt.Er selbst bestreitet die Vorwürfe. Was wahr oder nicht war ist können nur die beteiligten wissen. Was ist wenn die Aussagen so nicht gemacht worden sind? Wennes an der Übersetzung liegt? Was wenn die Botschaftsangehörigen einen falschen Bericht abgeliefert habe? Vieleicht ist Smutny ja ein Opfer.
WL lebt nicht vom Streuen von Gerüchten. Auf der Plattform wird das veröffentlicht, was normalerweise (kostbaren!) Rohstoff für Journalisten darstellt. Dokumente. Natürlich ist die frage der Echtheit/Verifizierung (neben dem Tilgen von Dokumentspuren, die auf den zu schützenden Informanten sonst schließen lassen könnten) von ziemlicher Relevanz für die Plattform. Empfehlung: googeln Sie einfach ihre Fragen in verschiedenen Wortkombinationen, in denen Wikileaks auftaucht, Sie werden erstaunt sein. Es gibt bereits soviel zu der Plattform online, dass Sie (wenn auch nur erst nachdem Sie etwas zeit in das Thema investiert haben) Ihre Antworten finden werden. Ansonsten zu "wer kontrolliert..." - nunja. Eigentlich ist A's Rolle die eines Sprechers. Er übertreibt sie gerne gelegentlich. Was zu Problemen führt, unter anderem (unter vielem anderem), weil er damit den US-Amerikanischen Verfolgungswahn nur weiter antreibt, der ist zumindest bei Vielen dort auf die Einzelperson fokussiert.
Klaschfr 27.01.2011
5. Staatsfeind
Geheimndienstler und Politiker sehen sich in einer besonderen Gefahr, weil ihr Handeln vielleicht nicht erst nach zig-Jahren zu Opazeiten ans Licht kommt, sondern zeitnah. Viel gefährlicher als WikiLeaks überall sind Politiker wie Bush und seine Viererbande, die aber nirgends zum Staatsfeind Nr. 1 erklärt werden. Warum? Man handelt genauso skrupellos oder ist zu feige.
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