Schöpfer der »Yu-Gi-Oh!«-Reihe Manga-Autor Kazuki Takahashi tot im Meer aufgefunden

Vor der Küste von Okinawa trieb die Leiche eines 60-jährigen Mannes in Schnorchelausrüstung. Die Küstenwache identifizierte ihn als Kazuki Takahashi, Autor einer der populärsten Mangaserien Japans.
Kazuki Takahashi auf der Leipziger Buchmesse 2005: Mangas, Animes, Spielkarten

Kazuki Takahashi auf der Leipziger Buchmesse 2005: Mangas, Animes, Spielkarten

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Peter Endig / picture-alliance / dpa

Seine Mangaserie »Yu-Gi-Oh!« (»König der Spiele«) machte ihn bekannt, sie wurde zu einem Universum ausgebaut, die auch eine Animeserie, Spielfilme und ein sehr populäres Kartenspiel umfasste. Nun ist Kazuki Takahashi, der Schöpfer von »Yu-Gi-Oh!«, tot aufgefunden worden, wie NHK  und andere japanische Medien berichten. Takahashi wurde 60 Jahre alt.

Szene aus dem »Yu-Gi-Oh!«-Kinofilm von 2004

Szene aus dem »Yu-Gi-Oh!«-Kinofilm von 2004

Foto: KPA / IMAGO

Die Leiche von Kazuo Takahashi, wie der Zeichner gebürtig hieß, wurde am Mittwochmorgen im Meerwasser vor Nago in der Präfektur Okinawa gefunden. Sie trug eine Schnorchelausrüstung. Die Küstenwache bestätigte am Donnerstag, dass der Verstorbene Takahashi sei. Die Todesursache werde derzeit noch untersucht, melden die Medien unter Berufung auf die Küstenwache.

Wie der Nachrichtensender TBS berichtete , war Takahashi alleine in Okinawa unterwegs. Eine Autoverleihfirma kontaktierte am Mittwoch die Polizei, weil sei ihn nicht erreichen konnte. Dadurch kam die Küstenwache auf den Verdacht, er könne der gefundene Tote sein. TBS zufolge sollen Offizielle von Verletzungen am Bauch und Unterkörper gesprochen haben, die von einem Hai oder anderen Seelebewesen stammen könnten.

Zwei Kinder spielen mit »Yu-Gi-Oh!«-Sammelkarten

Zwei Kinder spielen mit »Yu-Gi-Oh!«-Sammelkarten

Foto: Mario Ruiz / Agencia EFE / IMAGO

Takahashis Werke sind in Japan wie auch im Ausland sehr populär. 2011 schaffte es »Yu-Gi-Oh!« ins Guinness-Verzeichnis der Rekorde als meistverkauftes Sammelkartenspiel: 25,17 Milliarden Spiele wurden nach Angaben von Kyodo News bis zu jenem Zeitpunkt verkauft. Alte Sammelkarten werden für teilweise hohe Summen verkauft. 2016 soll ein »Yu-Gi-Oh!«-Kartenspiel Anlass für einen gewalttätigen Streit unter Jugendlichen in Euskirchen gewesen sein.

2005 war Kazuki Takahashi als Ehrengast bei der Leipziger Buchmesse eingeladen. Die Animeserie »Yu-Gi-Oh!« hatte ihn auch in Deutschland populär gemacht, die Sammelkarten wurden als nächstes Pokémon gehandelt. Die Comichefte erscheinen im Carlsen Verlag.

Cosplayer als »Yu-Gi-Oh!«-Figuren verkleidet (bei einer Anime-Messe in Los Angeles 2012)

Cosplayer als »Yu-Gi-Oh!«-Figuren verkleidet (bei einer Anime-Messe in Los Angeles 2012)

Foto: ZUMA Wire / IMAGO

Der 1961 in Tokio geborene Takahashi arbeitete seit 1991 für das Manga-Wochenmagazin »Shōnen Jump«, das auf Jungs-Comics spezialisiert ist. 1996 gelang ihm der persönliche Durchbruch mit »Yu-Gi-Oh!«. Auch nach dem Ende der eigentlichen Mangageschichte überwachte Takahashi weiterhin die Produkte, die zu der von ihm erschaffenen Welt veröffentlicht wurden.

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