Projektname »Little Island« New York baut neuen Park im Hudson River

Der Medien-Milliardär Barry Diller lässt vor Manhattans Uferlinie einen neuen Park errichten – auf Dutzenden Stelen, die aus dem Wasser ragen. Ähnlich imposant wie die Konstruktion sind die Baukosten.
Blick auf die Baustelle von »Little Island«

Blick auf die Baustelle von »Little Island«

Foto: Michael Lee / Getty Images

New York ist von der Corona-Pandemie besonders schwer getroffen worden. Gouverneur Andrew Cuomo hat bereits eine »New York Arts Revival«-Offensive angekündigt, um die angeschlagene Kultur- und Freizeit-Branche der Metropole wiederzubeleben.

Bereits im Frühjahr könnte die Stadt um eine Attraktion reicher sein. New York baut einen neuen Park, und das im Hudson River. Oder besser gesagt: über dem Hudson River. Die »Little Island« genannte Anlage ist etwas größer als ein Fußballfeld und soll im Laufe des Frühlings eröffnet werden.

Foto: Richard B. Levine / imago images

Die künstliche Insel vor der Westseite Manhattans steht auf riesigen, verschieden hohen Betonstelen. Ihre Form erinnert an Tulpen, an Blüten, die auf dem Wasser schwimmen. Durch die unterschiedliche Höhe entsteht im Park eine Gartenlandschaft mit künstlichem Gefälle, mit Dutzenden Bäumen, Sträuchern und Rasenflächen.

In Zukunft sollen hier Open-Air-Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden. Für die geplanten kulturellen Veranstaltungen und Programme wird ein 750 Menschen fassendes Amphitheater errichtet. Und: Wegen der exponierten Lage vor dem Ufer Manhattans bietet »Little Island« bald auch einen guten – und seltenen – Blick auf Teile der berühmten Skyline New Yorks.

Kostenpunkt: rund 250 Millionen Dollar

Finanziert wird das Projekt vom Medien-Milliardär Barry Diller, früher unter anderem aktiv in Rupert Murdochs Fox Broadcasting Company. Bei Anwohnern stößt der neuartige Park nicht nur auf Gegenliebe. Kritiker fürchten, die Bauweise könnte Wasserlebewesen schaden. Andere stoßen sich daran, dass das Projekt ohne Beteiligung von Bürgern und Anwohnern verwirklicht wird. Mehrere Klagen gegen das Projekt wurden eingereicht.

Der Bauplatz im Hudson River stellt die Ingenieure vor einige Herausforderungen: So müssen Park und die im Flussbett verankerten Betonstelen nicht nur Stürmen und Hochwassern widerstehen, sondern auch Eisschollen, die im Winter über den Hudson River treiben können. Medienberichten zufolge werden die Baukosten des Projekts die zunächst veranschlagten 35 Millionen Dollar deshalb deutlich übersteigen. So berichtete die »New York Times« 2018 bereits von möglichen Baukosten in Höhe von 250 Millionen Dollar .

beb
Mehr lesen über