Wegen der Coronakrise Louvre macht 40 Millionen Euro Verlust

Drei Monate war das Museum wegen der Coronakrise geschlossen. Am 6. Juli soll der Louvre nun wieder öffnen - allerdings nur mit 70 Prozent der Ausstellungsfläche und strengen Sicherheitsvorkehrungen.
Voll wird es im Louvre in diesem Sommer wohl nicht

Voll wird es im Louvre in diesem Sommer wohl nicht

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Sabine Glaubitz/ dpa

Der Pariser Louvre war durch die Coronakrise mehr als drei Monate geschlossen. Nun gab Museumsdirektor Jean-Luc Martinez bekannt, wie viel Geld dem Museum durch die Schließung entging: Der Verlust belaufe sich auf 40 Millionen Euro.

Im vergangenen Jahr haben 9,6 Millionen Menschen den Louvre besichtigt. Doch in Zeiten von Corona darf das Museum, das den Titel des meistbesuchten Museums weltweit trägt, nicht mehr als 30 Prozent seiner üblichen Besucherzahl empfangen. Deshalb wird es vermutlich dauern, bis die Schlangen vor dem Museum wieder anschwellen.

Zudem rechnet die Museumsleitung im Sommer nur mit einem Bruchteil der Menschen, die normalerweise kommen. "75 Prozent unserer Besucher stammen aus dem Ausland", betonte Martinez. Derzeit fehlen der französischen Hauptstadt, die besonders viele Corona-Fälle verzeichnete, vor allem Touristinnen und Touristen aus Asien sowie aus den USA.

Am 6. Juli aber soll der Louvre wieder öffnen - allerdings nur mit 70 Prozent der Ausstellungsfläche und Sicherheitsvorkehrungen: Tickets müssen vorab im Internet reserviert werden, zudem sind eine Maskenpflicht und Abstandsregeln geplant. Die Mona Lisa von Leonardo da Vinci etwa wird durch lange Zick-Zack-Absperrungen erreicht.

Eiffelturm ohne Aufzüge geöffnet

Nach mehr als dreimonatiger Schließung ist nun auch der Pariser Eiffelturm erstmals wieder geöffnet - mit begrenztem Ticket-Kontingent, strengen Gesundheitsauflagen und ohne Aufzüge. Deshalb müssen Besucherinnen und Besucher die 765 Stufen bis zur Aussichtsplattform in der zweiten Etage zu Fuß erklimmen. Die Spitze des Eiffelturms bleibt vorerst geschlossen.

evh/dpa/AFP
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