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Margaret Atwood Auf dem Papier und auf der Straße

aus DER SPIEGEL 10/2022
Foto:

@MargaretAtwood / Twitter

Die kanadische Schriftstellerin und Dichterin Margaret Atwood, 82, zählt zu den bekanntesten jener Autoren und Autorinnen, die jetzt einen offenen Brief gegen Putins Angriff auf die Ukraine unterzeichnet haben. Mehr als 1000 Unterschriften, darunter auch die von Salman Rushdie, Jonathan Franzen und Swetlana Alexijewitsch, stehen unter dem Schreiben, das von PEN International verbreitet wird: »Gemeinsam verurteilen wir einen sinnlosen Krieg, der von Präsident Putins Weigerung angetrieben wird, das Recht des ukrainischen Volkes anzuerkennen, über seine zukünf­tigen Verbündeten und seine Geschichte zu diskutieren«, heißt es darin. Der Brief versichert der ukrainischen Bevölkerung Solidarität und Mitgefühl und fordert in vielen Sprachen, auch auf Russisch und Ukrainisch, ein schnelles »Ende des Blutvergießens«. Margaret Atwood, Grande Dame der politischen Science-Fiction (»Der Report der Magd«), beschränkt sich jedoch nicht darauf, mit Worten gegen den Krieg in der Ukraine zu kämpfen. Vergangenen Sonntag nahm sie an einem Friedensmarsch in Toronto teil. Mit einer kleinen ukrainischen Flagge in der Hand und einer Katzenmütze auf dem Kopf posierte sie für ein Foto, das sie auf Twitter veröffentlichte. Auf dem Kanal des Nachrichtendienstes ist Atwood seit vergangener Woche unermüdlich aktiv, gibt ihrer Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung Ausdruck und teilt Berichte, Analysen, Essays, die die Lage in der Ukraine betreffen. Die leidenschaftliche Demokratin weiß, wie wichtig Information und Aufklärung gerade in un­sicheren Zeiten sind.

ks
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