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Meredith Monk Grunz-Gesang

aus DER SPIEGEL 14/2022
Foto:

Bassem Tellawi / AP / picture alliance

Die amerikanische Künstlerin Meredith Monk, 80, ist ein Multitalent. Sie dreht Filme, kom­poniert, choreografiert und tanzt. Doch vor allem mit ihrer Stimme sorgt sie immer wieder für Erstaunen. Die Lautäußerungen, die sie auf Alben und bei Konzerten von sich gibt, reichen von Grunzen über Quietschen bis zu Jodeln. Eines Tages habe sie die Entdeckung gemacht, dass die Stimme ein Instrument sein könne, das eine »uralte Macht« sei, erzählte sie nun in einem Interview mit dem »Guardian«. Landschaften, Geschlechter und Charaktere könne man vokal darstellen. Deswegen habe sie bewusst versucht, ihren »Stimmumfang zu erweitern und unorthodoxe Wege zu finden, mit dem gesamten Körper Klänge zu erzeugen«. Auf diese Weise spüre sie eine Verbindung zu Menschen aus anderen Kulturkreisen und Epochen. Auch Björk ist ein großer Fan von Monk, 2007 wurden die beiden zusammen im Radio interviewt. Monk fühle sich wie die »ästhetische Mutter« der isländischen Sängerin. Mit ihrem vor zwei Jahren erschienenen Album »Memory Game« ist Monk im April auf Europatournee.

lob
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