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Morfydd Clark Elbisch für Fortgeschrittene

aus DER SPIEGEL 37/2022
Foto: Matt Grace / Amazon Studios

Ungefähr so, wie sich die wa­lisische Schauspielerin Morfydd Clark, 33, ihrer Rolle als Elbin Galadriel in der Serie »Die Ringe der Macht« näherte, wird sich J. R. R. Tolkien das gedacht haben. Der Autor des Epos »Der Herr der Ringe« war ja Sprachwissenschaftler – und die Fantasiewelt, aus der seine Bücher hervorgingen, basierte auf Tolkiens erster Leidenschaft: Bevor er Romane schrieb, erfand Tolkien Kunstsprachen, zum Beispiel Sindarin, die Elbensprache. Sie basierte auf dem Walisischen. In einem Interview mit dem Online­magazin »Looper« berichtete Clark nun, wie sie sich auf die Dreharbeiten vorbereitet habe. »Was ist die Sprache von Galadriels Herzen?«, habe sie sich gefragt. »In welcher Sprache denkt sie?« Das seien entscheidende Fragen gewesen, um sich die Figur anzueignen, so Clark. Dass sie selbst Englisch und Walisisch spreche, habe ihr dabei sehr geholfen. Das Milliardenprojekt »Die Ringe der Macht« bricht seit seinem Start am 2. September auf Ama­zon Prime Video Zuschauer­rekorde. In dem Fantasyepos, das die Vorgeschichte des »Herr der Ringe«-Epos erzählt, verkörpert Clark die Figur, die in den berühmten Kinofilmen des Regisseurs Peter Jackson von Cate Blanchett gespielt worden war. Insgesamt fünf Staffeln der Serie sind geplant. Für Clark, die bislang unter anderem in der Literaturadaption »David Copperfield – Einmal Reichtum und zurück« (2019) und der Miniserie »Dracula« (2020) zu sehen war, ist dies der Durchbruch. Wenn sie Walisisch spreche, so Clark, seien ihre Empfindungen »viel romantischer und tiefer«.

lob
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