Zur Ausgabe
Artikel 21 / 51
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

NEU IN DEUTSCHLAND Mosheh Ya'aqov Ben-gavriêl: »Der Mann im Stadttor«.

aus DER SPIEGEL 24/1960

Der aus Wien gebürtige

israelische Autor, in Deutschland bekannt vor allem durch seinen nahöstlichen Eulenspiegel-Roman »Frieden und Krieg des Bürgers Mahaschavi«, versucht sich in der orientalischen »Tausendundeine Nacht«-Erzählart. Aus der eigentlichen - nebensächlichen - Handlung, der Suche des Autors nach einem mit Räucherkerzen marktenden Inder, dessen Bedeutung nicht recht klar wird und der sich schließlich als Phantom erweist, wachsen behäbige Geschichten von skurrilen und absurden Geschehnissen zwischen dem Ersten Weltkrieg und der Gegenwart in Nahost: Ausrottung der Armenier durch die Türken, Zwischenfälle aus dem arabischisraelischen Krieg, Hypnose-Duelle zwischen Hyäne und Mensch - Ben-gavriêl läßt keine Episode aus, die das Gruseln lehren könnte. Die Schilderung verliert indes an Intensität, wo der Autor die Handlung nach Europa verlegt und in einem gespenstischen Intermezzo zu einem philosophischen Versuch ansetzt. (Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg; 256 Seiten; 14,80 Mark.)

Zur Ausgabe
Artikel 21 / 51
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.