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»Movimientos '92« aus Lateinamerika

aus DER SPIEGEL 31/1992

Zum Kolumbus-Jahr hat auch das Auswärtige Amt ein bißchen Geld für Kultur bereitgestellt: Knapp 1,5 Millionen Mark ermöglichen die umfassendste Präsentation lateinamerikanischer und iberischer Avantgarde-Tanz- und Theatertruppen, die je in Deutschland zustande gekommen ist. In Hamburg wird sich ab Mitte August die imposante Show-Offensive mit über 120 Veranstaltungen unter dem Titel »Movimientos '92« von den Hallen des Kampnagel-Kulturgeländes bis in den Hafen ausbreiten; beim Parallel-Festival in Köln werden sich die Gastgruppen auf sechs Spielorte verteilen. Samba, Rumba und Salsa gehören gewiß zu den Grund-Rhythmen dieser großen Latino-Parade, doch mit Folklore-Spektakeln ist nicht zu rechnen, auch wo Theater und Tanz sich auf ethnische Ursprünge besinnen: Es geht um eine Kunst, die der Armut abgetrotzt ist, sie ist leidenschaftlich und in ihren Mitteln oft rabiat.

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