Dieses fiktive Museum zeigt, wie sich sexuelle Belästigung für Frauen anfühlt

Erstes Ausstellungsobjekt: Der grapschende Mann.
Von Hannah Doll

Dieser Beitrag wurde am 22.05.2018 auf bento.de veröffentlicht.

Ein Kurator führt die Museumsbesucher an grapschenden Männer-Puppen vorbei. "Die Hand auf dem Po – ein Klassiker." Aus Lautsprechern ertönen Ausrufe wie: "Ich bin vom TÜV, darf ich mal die Hupen testen?" oder ein kurzes "Hey Süße!".

In dem fiktiven Museum der "sexuellen Belästigung auf der Straße" wird gezeigt, wie sich Frauen fühlen, wenn sie in der Öffentlichkeit belästigt werden.

Das Highlight der Ausstellung: die Mona Lisa, als Mann. Sein penetranter Blick verfolgt die Besucher durch den gesamten Raum.

Doch dieses Museum ist eine Zukunftsvision, ein Kunstprojekt und Teil einer Kampagne gegen sexuelle Belästigung von Frauen. Die Gemeinde Lausanne in der Schweiz will damit auf das Thema aufmerksam machen. 

Denn eine Studie  aus dem Jahr 2016 ergab, dass 63 Prozent der befragten Frauen in Lausanne innerhalb der letzten 12 Monate auf der Straße belästigt wurden. Neben dem Kunstprojekt sind auch andere Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung geplant. Zum Beispiel sollen noch mehr Laternen installiert werden. (NZZ )

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