Alan Lancaster Mitgründer und Bassist von Status Quo ist tot

Er rief eine der bekanntesten britischen Rockbands ins Leben – und trat im Musikvideo ihres größten Hits nur noch als Marionette auf. Jetzt ist der Status-Quo-Bassist Alan Lancaster mit 72 Jahren gestorben.
Alan Lancaster im Jahr 1976

Alan Lancaster im Jahr 1976

Foto:

Erica Echenberg / Redferns

Bassisten sind oft die Underdogs in Bands. Bei Alan Lancaster war das anders. Mitte der Siebzigerjahre, als die von ihm mitgegründete Rockgruppe Status Quo ihre größten Hits feierte, war Lancaster schon nach Australien übergesiedelt und entfremdete sich zusehends von seinen Bandkollegen. Dennoch war er für Sound und Selbstverständnis der britischen Band offenbar unentbehrlich.

Als er sich für ein Musikvideo ihres wohl größten Hits »Rockin' All Over the World« nicht aus Australien wegbewegen wollte, griff die Band zu unkonventionellen Mitteln: Sie ersetzte ihn kurzerhand durch eine Marionette .

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1985 kam es zum endgültigen Bruch zwischen Lancaster und seinen Kollegen und anschließend zu juristischen Auseinandersetzungen. Noch später erfolgte dann die erneute Annäherung und Versöhnung. Für eine Reunion-Tour 2013/14 spielte Lancaster noch einmal mit der Stammbesetzung zusammen.

Lancaster 2014 bei der Reunion-Tour von Status Quo

Lancaster 2014 bei der Reunion-Tour von Status Quo

Foto: Shirlaine Forrest / WireImage

Am Sonntag gab die Band Lancasters Tod  auf ihrer Website bekannt. Der Bassist sei im Alter von 72 Jahren gestorben, hieß es. Er litt seit Jahren an Multipler Sklerose.

»Wir waren jahrelang Freunde und Kollegen und haben gemeinsam mit Rick Parfitt und John Coughlan fantastische Erfolge gefeiert«, schrieb Status-Quo-Sänger Francis Rossi. »Alan war ein zentraler Bestandteil des Sounds und des enormen Erfolgs von Status Quo in den Sechziger- und Siebzigerjahren.«

Mit Rossi und Coughlan leben noch zwei Mitglieder das Band, die von ihren Fans gern auch »Frantic Four« genannt wurde. Parfitt war bereits 2016 gestorben.

ssu/dpa
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