Amtlich Die wichtigsten Metal-Alben des Monats

Paradise Lost: Eine richtige Ohrendroge, gerade in dieser megahektischen Zeit
Century Media

Paradise Lost: Eine richtige Ohrendroge, gerade in dieser megahektischen Zeit

Von und Jan Wigger

2. Teil: Jess And The Ancient Ones, das Roadburn Festival - und Pantera!


Jess And The Ancient Ones - "Jess And The Ancient Ones"
(Svart Records, erscheint am 23. Mai)

Ich glaube, die größte Barmherzigkeit dieser Welt ist die Unfähigkeit des menschlichen Verstandes, alles sinnvoll zueinander in Beziehung zu setzen. Wir leben auf einer friedlichen Insel der Ahnungslosigkeit inmitten schwarzer Meere der Unendlichkeit, und es war nicht vorgesehen, dass wir diese Gewässer weit befahren sollen. Ich tat es dennoch. Und nun muss ich fürchten, für diesen Fehler mit dem Leben zu bezahlen.

Doch vielleicht sollte ich meine Geschichte besser von vorn beginnen.

Vor Monaten schaute ich mal wieder im Titty Twister vorbei, mir stand der Sinn nach wenig mehr als dort, in meiner bevorzugten Kellerbar, einen Arbeitstag voller Demütigungen mit Bier herunterzuspülen. Am Tresen schien alles wie immer. Ich blies Trübsal, leerte die erste Flasche und sah dem Wirt interessiert dabei zu, wie er einen anderen Gast in den Würgegriff nahm und ins Freie beförderte, eine gängige Praxis in diesem Höllenloch, fragen Sie einen gewissen Senor Rodriguez, der kam hier vor Jahren allein der rauen Sitten wegen zum Filmen vorbei. Stutzig wurde ich erst, als ich, schon leicht benebelt, rund eine Stunde später bereits Gast Nummer sechs mit krachenden Knochen auf dem Bürgersteig vor der Bar landen sah. Meine Frage, woher der Zorn für seinen dann doch außergewöhnlich handfesten Dienst am Gast rühre, quittierte der Wirt mit einem wütenden Bellen: "Für schweineviel Kohle" habe "irgendeine anonyme Hackfresse per Brief, das muss man sich mal vorstellen" die hinteren Räume der Bar gemietet, und zwar "für irgendeine hysterische Frauentruppe", die "für ihr verf**** Weiber-Besäufnis heute abend" sogar eine Begleit-Band engagiert habe - und das "ausgerechnet mit einer Ollen am Mikro!" Dabei hasse er weiblichen Gesang, spuckte der Wirt aus, ein Geheule zum Gott Erbarmen sei das, und irritiert bemerkte ich, wie sich sein im Hemdauschnitt sichtbares Brusthaar vor Ekel kräuselte, als er sprach. Aber er habe ja keine Wahl, zeterte der Wirt weiter, er brauche das Geld, die Schutzgeldmafia säße ihm im Nacken und seine zwei Hasen fräßen ihm die Haare vom Kopf, immerhin, zum Glück pausiere die Band wenigstens seit gut einer Stunde. Mit diesen Worten endete sein Wutausbruch.

Jess (ohne ihre Ancient Ones): Da wippt der Teufelsschwanz im Takt locker mit
Svart Records

Jess (ohne ihre Ancient Ones): Da wippt der Teufelsschwanz im Takt locker mit

Just in diesem Moment der Stille schwang sich in den hinteren Räumen ein weibliches Organ empor, das, so sollte ich später erfahren, einer Frau namens Jess gehörte. Ihre warme, tiefe Stimme wand sich majestätisch, bedrohlich und schmeichelnd wie eine Kobra, als beschwöre sie ein Fakir mit seiner Flöte und leite sie instinktsicher alle Tonleitern dieser Welt hinauf und wieder hinab - Jess sang magisch. Oder nein, korrekter: teuflisch.

Denn bereits der Auftakt "Prayer For Death And Fire" war ein Lobgesang auf den Antichrist, intoniert als kerzengerader, unaufdringlich melodiöser Seventies-Hardrocker mit charmanten Gesangs- und Gitarrenharmonien und einem flauschigen Orgelteppich. Und so ging es weiter: "Ghost Riders", "Twilight Witchcraft", schließlich der famos gut gelaunte Nackenkitzler "The 13th Breath Of The Zodiac", bei dem, so sinnierte ich entrückt, nun wirklich jeder Teufelshuf- und schwanz im Takt mitwippen musste. Überraschend dann "The Devil (in G-Minor)": eine lasziv hingeworfene, schmutzig geile Barpiano-Ballade, die in mir die irrsinnige Vorstellung weckte, Ozzy habe die Gestalt von Michelle Hunziker angenommen, räkele sich nackt auf einem schwarzen Steinway-Flügel und besinge den Verkehr mit dem Leibhaftigen.

Was ich aus all dem heraushörte, waren Töne aus längst vergangenen Zeiten, Melodien aus Tagen, da die Welt noch den gerechten Schlaf des Analogen schlief. So meinte ich kurzzeitig, dass statt Jess hier Jefferson Airplanes Sängerin Grace Slick am Werke war, als leicht zugedröhnte Drama Queen, als habe Richard Nixon ihr LSD in den Tee gemischt und nicht umgekehrt, wie sie es ja mal geplant (aber leider nie getan) hatte. Diese One-Woman-Show flankierten dezente, stets ehrliche und effiziente Gitarren. Manchmal erstanden so die arschcool rockenden Heart der "Barracuda"-Ära vor meinem geistigen Ohr wieder auf, oft wehte auch der raue, unfertige, aber warme Sound früher NWOBHM-Bands durch das Titty Twister. Naja, und natürlich: Coven.

Meinen Ritt ins Vorgestern krönte schließlich "Sulfur Giants", ein fast 13-minütiges, wuchtiges, von Georgel, Gesang und Getrommel nach vorne getriebenes Opus Magnum, das wie die anderen Songs gar nicht mal komplex arrangiert war, sondern sich vor allem Zeit ließ, viel Zeit. Böse Zungen mögen das als schlichtes Songwriting verspotten, ich nahm es als suggestiven Sog wahr - aber so ein Urteil hängt ja auch davon ab, wieviele Drogen im Spiel sind. Spätestens mit diesem Lied war die Messe jedenfalls gelesen, und sie war eindeutig schwarz: Jess And The Ancient Ones sind eine weitere der gerade ebenso gehypten wie talentierten Female-Fronted-Occult-Bands, bei denen eine stimmgewaltige Ische das Mikro schwingt und von Tod und Teufel singt.

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Roadburn 2012: Ein echt amtliches Festival
Jess und Kollegen stammen aus Finnland, das erfuhr ich schnell. Aber warum tauchten überhaupt überall soviele Höllenbands mit Frauengesang auf? Sollen die singenden Satansschnitten wirklich nur einsamen Single-Metal-Herren das Geld aus der Tasche zu ziehen, wie zynische Erbsenzähler glauben? Ich war nicht überzeugt, sondern hegte einen Verdacht: All diese okkulten Frauengesangsvereine waren aus einem Schoß gekrochen. Ich beschloss also, der Sache auf den Grund zu gehen. In übelster Journalistenmanier schob ich erst einmal einen Hunderter über die Theke, damit mich der Wirt einen Blick auf den erwähnten, ominösen Mietbrief werfen ließ, um zu erfahren, wer hinter dem anonymen Band-Booking und damit dem gesamten Singende-Satansweiber-Phänomen stehen könnte: Ich las die Initialen A.S.. Eine Unterschrift in roter Farbe. Geschrieben mit....Blut?!?! Was für ein Wahnsinn! Aber wofür standen die Buchstaben? Etwa für Axel Springer? War der legendäre Pressefürst der Finsternis nicht schon lange tot?

Hatten wir nicht erst vor wenigen Tagen seinen 100. Geburtstag begangen?Das war der Auftakt für eine mehrmonatige Recherche, die mich rund um den Globus führte und in deren Verlauf ich vor nichts zurückscheute: Ich schnüffelte den bekanntesten Damen des neuen Satanssounds so besessen hinterher wie Aldi seinen Kunden. Die Mühe machte sich bezahlt. Durch das Schlüsselloch einer Hotelabsteige in Bielefeld erspähte ich, was Alia O'Brien von den kanadischen Occult-Doomern Blood Ceremony auf ihrem Nachtisch verwahrt: eine Totenschädelkerze und daneben eine Ausgabe des Frauenbewegungsmanifestes "Der kleine Unterschied". Kurz vor einem Konzert in der Hamburger Markthalle wurde ich dann Zeuge, wie sich Farida "das Dekolleté des Satans" Lemouchi in den Backstage-Raum ihrer Band The Devil's Blood schlich. Dort fackelte die Sängerin insgeheim die Pornoheftesammlung ihres genialischen Gitarristen-Bruders Selim ab, um dann mit der Asche "PorNo" auf die Wand zu schmieren. Und als die amerikanischen Eso-Okkulti-Rocker Jex Thoth in dem berüchtigten Städtchen Stull in Kansas gastierten, sah ich mit großem Erstaunen, wie deren Sirene Jessica Thoth auf dem örtlichen Friedhof eine rituelle Verbrennung von Schweinepenissen vornahm.

All meine gesammelten Indizien führten mich schließlich zu einer Person. Die rätselhaften Initialen A.S. standen nicht für Axel Springer, sondern für: Alice Schwarzer.

Ich will und kann hier nicht alle Indizien ausbreiten, die ich gesammelt habe, es wären derer zuviele. Aber bitte überlegen Sie, liebe Leser! Verraten nicht schon allein der Vor- und Nachname der deutschen Frauenrechtlerin und auch der Titel ihre Magazins, wes Ungeistes Kind sie ist? Nein? Dann passen Sie auf. ALICE Bailey war eine berühmte amerikanischen Okkultistin und auch Publizistin - sie gründete die Luzifer Verlagsgesellschaft. Und warum heißt Schwarzers Magazin "EMMA" überhaupt "EMMA"? Wer in den okkulten Lehren dieser Welt bewandert ist, wird wissen: EMMA-O ist der Name des Königs der Hölle in der japanischen Mythologie. Und muss ich jetzt wirklich alle offensichtlichen Anspielungen im Nachnamen SCHWARZer nennen? Schwarze Messen? Schwarze Magie? Schwarzer Tod? Black Metal? Black Sabbath?

Plötzlich war klar, warum Alice Schwarzer für die "Bild"-Zeitung über den Kachelmann-Prozess berichtet hatte. Und auch, warum sie sich vor den Werbekarren des in Sachen Feminismus ja nicht gerade führenden deutschen Boulevardblattes hatte spannen lassen ("Jede Wahrheit braucht eine Mutige, die sie ausspricht"). Nichts als diabolisches Blendwerk war das, um arglose Betrachter glauben zu machen, auch sie sei nur eine rückratlose Egomanin, die im Alter ihre Ideale verraten habe.

Doch ich wusste es besser: Alice Schwarzer verfolgte einen geheimen Plan. Sie hatte willfährige Sklavinnen in die hippsten Bands des Planeten eingeschleust, wo diese als Sängerinnen das Publkium becircen, die femi-satanistische Agenda ihrer dämonischen Meisterin vorantreiben und so den Sturz der patriarchal-christlichen Gesellschaftsordnung vorbereiten sollten. Alice Schwarzer war das, als was sie ihre dämlichsten Kritiker stets beschimpft hatten: die "Hexe mit dem stechenden Blick". Und zwar wortwörtlich. Allein: Mir fehlte der letzte Beweis.

Also reiste ich nach Köln, in die Höhle der Löwin, die ausgerechnet im Herzen des deutschen Katholizismus liegt. Dort schlich ich mich undercover, verkleidet als unverdächtige Fernsehgärtnerin Andrea "Evil" Kiewel, in den Bayenturm, einen mittelalterlicher Wehrbau, der die "Emma"-Redaktion beherbergt. Der Anblick, der sich mir dort bot, war entsetzlich. Schwarzer schwang eine neunschwänzige Katze über den Köpfen ihrer Redakteurinnen und trieb sie an. Die eine musste neue Lyrics dichten, die nächste entwarf Merchandising, T-Shirt-Motive für Blood Ceremony etwa oder Stofftaschentücher mit dem Devil's-Blood-Logo. Und eine dritte, offenbar eine niedere Online-Sklavin, erstellte den "Web Temple", wie der offizielle Internet-Auftritt von Jess And The Ancient Ones heißt.

Mein schrecklicher Verdacht hatte sich bestägt und vermutlich stand mir der Horror allzu deutlich ins Gesicht geschrieben. Meine Mimik entglitt mir, meine Tarnung als dauerfröhliche ZDF-Sonntagsschleichwerberin flog auf. Ich floh. Ich stolperte panisch durch die Straßen Kölns, und verkroch mich dann im "Vier Sterne von Bethlehem", einem Hotel im Schatten des Kölner Doms, dem mächtigen Symbol der Christenheit, wo ich mich vor dem Zugriff der satanistischen Schwarzer-Brut sicher glaubte.

Ich irrte. Jetzt, da ich diese Zeilen mit zitternder Hand in mein iPhone tippe, höre ich sie draußen am Fenster säuseln, Schwarzers Sirenen des Satans. Sie betäuben meine Sinne, sie brechen meinen Willen. Beten Sie für meine Seele, liebe Leser, beten Sie für unser aller Seelen. Sie kommen. Die Frauen kommen. Sie sind da. Und sie sind herrlich böse. (Gesamtwertung: knappe 8,5 Punkte) Thorsten Dörting

Anspruch: Liebe Leute, das steht alles oben im Text. Was? Habt Ihr nicht gelesen? Überlegt's Euch noch mal - vor allem, wenn Ihr etwas gewinnen wollt. Ihr findet darin eine Passage, die auf das größte Instrumentalstück ever von Metallica anspielt. Der erste, der eine Mail mit der richtigen Antwort (und einer kurzen Begründung, raten ist nicht drin!) an mich schreibt, darf sich eine der unten besprochenen Vinyl-Singles aussuchen. Ist mein Ernst. Viel Glück! (ohne Wertung)

Artwork: Ein Motiv im Jugendstil-Stil, dezent verziert mit okkultem Nippes hier und da. Kann man sich als gerahmten Print übers dänische Designer-Sofa hängen oder auf das Bettlaken drucken lassen, auf dem die nächste rituelle Orgie vollzogen werden soll ("Alles darf, nichts muss"). Ist hübsch, dürfte bei vielen ausreichen, um sie zum Kirchenaustritt zu bewegen. (9)

Aussehen: Sängerin Jess ähnelt auf den ersten Blick unserer omnipatenten Nationaloberweite Christine Neubauer (49, "Ich war ein Diät-Junkie"). Und auf den zweiten Blick nicht mehr. Eine der Damen hat Glück gehabt. (8)

Aussage: Der Teufel wohnt im Dritten Haus links vom Jupiter, kommt aber nur heraus, wenn Venus und Mars bei totaler Sonnenfinsternis im zweiten Zeitalter des gehörnten Meerschweinchens einen Sohn zeugen, der von Vesta als Leihmutter nach einer unbefleckten Empfängnis ausgetragen werden muss. Dann wird's allerdings höllenheiß auf Erden. Alle Christinnen müssen bis in alle Ewigkeit Pentagramme auf ihre Fußnägel lackieren, während ihre männlichen Glaubensbrüder dazu verdammt sind, in einem hinten offenen Papst-Kostüm durch New Yorker Schwulenbars zu ziehen. Ist wohl alles so etwas wie Astro-Satanismus, aber vielleicht auch nur ein finnisches Elchrezept, mein Schulenglisch reicht nur für Manowar-Texte. (ohne Wertung) Thorsten Dörting


Pantera - "A Vulgar Display Of Power - 20th Anniversary Edition"
(Rhino/ Warner, bereits erschienen)

Phil "Are you talkin' to me?" Anselmo war einmal der Robert De Niro des Metal. Er schiss auf alles und jeden, besaß einen dritten Arm, und ich selbst war Zeuge, wie dieses Muskelgebirge aus New Orleans nach einem Konzert in Köln backstage mit bloßer Hand ein rohes Ei zerdrückte. Irgendwann bekam Anselmo Rückenschmerzen, wurde an riskanter Stelle operiert und schleifte sich mit beispielloser Willenskraft durch die Reha. In einem noch heute legendären "Rock Guerilla"-Interview versuchte der sensible Klotz fassungslos, die Verwüstung seiner Heimatstadt durch den Hurrikan Katrina zu begreifen.

"A Vulgar Display Of Power" aber war - und zwar mit JEDER Note - die Demonstration purer Macht: Dimebag Darrell feuerte seine Riffsalven mit der eiskalten, tödlichen Präzision eines Stephen Hendry ab, und Phil "Walk on home, boy" Anselmo grunzte, röchelte, knurrte und brüllte wie Mallorcas stärkster Stier. Während sich Ministrys Al Jourgensen in den letzten Jahren vergleichsweise unbemerkt in Martin Semmelrogge verwandelt hat, blieb Anselmo immer der potente Zuchtbulle, dem man besser nicht zu nahe kommt: "To see/ To Bleed/ Cannot be taught."

Ich verlor eine Freundin, als ich ihr "Persona" von Ingmar Bergman zeigen wollte, eine andere, als ich ihr berauscht "Strength Beyond Strength" von "Far Beyond Driven" als mein aktuelles Lieblingslied vorstellte. Oh, these women! Neu an der "20th Anniversary Edition" dieses epochalen Schlags in die Fresse ist das bitterböse und nun wieder ausgegrabene "Piss", dessen Riff später in "Use My Third Arm" etwas langsamer gespielt wieder auftauchte. Und wenn: Ist letztlich eh alles Black Sabbath. Dazu fünf Live-Songs aus Italien und die berühmten Videos zu "Mouth For War", "This Love" und "Walk". So stählern und erbarmungslos wie ein Mizuno JPX 800 zwischen die Eier. (Gesamtwertung: 9,5) Jan Wigger

Anspruch: "So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben". (10)

Artwork: "Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!" (8,5)

Aussehen: "Du wirst alle Völker vertilgen, die der HERR, dein Gott, dir geben wird..." (8)

Aussagen: "Und Mose wurde zornig über die Hauptleute des Heeres, die Hauptleute über tausend und über hundert, die aus dem Feldzug kamen, und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Frauen leben lassen?" (10) Jan Wigger



insgesamt 517 Beiträge
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Seite 1
Kuechenchef, 05.05.2011
1.
Tides from Nebula habe ich neulich live gesehen, es scheinen recht nette, unprätentiöse Zeitgenossen zu sein. Der musikalische Eindruck war obendrein exzellent. Was aber letztlich nichts daran ändert: postrock ist ja doch irgendwie nur eine Krücke für manche erwachsene Männer, die zwar einerseits auf Pomp, Bombast und Pathos nicht immer verzichten mögen, deren Fremdschämtoleranzgrenze (womöglich verschoben im Laufe der Jahre) aber andererseits deutlich zu hoch angesiedelt ist, um "Gesang" und/oder "Texte" klassischer Metal-Kapellen noch ertragen zu können. Blood Ceremony ist ganz ok, Black Mountain ist mir aber lieber, denn da wird weitesgehend auf Flöten verzichtet. FLÖTEN. Vielleicht das Heavy Metal-Instrument schlechthin, denn zumindest für meine Ohren klingen sie, als kämen sie direkt aus der Hölle. Warum Iren mit verzerrten Gitarren jammern und nölen dürfen, die ohne aber nicht, erschließt sich mir abschließend irgendwie aber trotzdem oder gerade deshalb rein gar nicht.
Volker Paul, 06.05.2011
2.
Zitat von KuechenchefTides from Nebula habe ich neulich live gesehen, es scheinen recht nette, unprätentiöse Zeitgenossen zu sein. Der musikalische Eindruck war obendrein exzellent. Was aber letztlich nichts daran ändert: postrock ist ja doch irgendwie nur eine Krücke für manche erwachsene Männer, die zwar einerseits auf Pomp, Bombast und Pathos nicht immer verzichten mögen, deren Fremdschämtoleranzgrenze (womöglich verschoben im Laufe der Jahre) aber andererseits deutlich zu hoch angesiedelt ist, um "Gesang" und/oder "Texte" klassischer Metal-Kapellen noch ertragen zu können. Blood Ceremony ist ganz ok, Black Mountain ist mir aber lieber, denn da wird weitesgehend auf Flöten verzichtet. FLÖTEN. Vielleicht das Heavy Metal-Instrument schlechthin, denn zumindest für meine Ohren klingen sie, als kämen sie direkt aus der Hölle. Warum Iren mit verzerrten Gitarren jammern und nölen dürfen, die ohne aber nicht, erschließt sich mir abschließend irgendwie aber trotzdem oder gerade deshalb rein gar nicht.
Herr jeh ... fein, fein. Aber die Pentagram-Scheibe finde ich trotzdem gut.
Shiraz, 23.05.2011
3. Frei ohne Titel
Zitat von sysopJan Wigger und Thorsten Dörting besprechen in der neuen Kolumne "Amtlich" aktuelle Metal-Alben - jeden ersten Donnerstag im Monat. Ihre Meinung? Welches sind besten neuen Metal-Werke?
Ich habe nie verstanden, warum Metal manchmal in der Kategorie Musik erscheint. Halte das für ein Missverständnis. Eigentlich ist es nur Lärm, vergleichbar einem Presslufthammer oder einem startenden Flugzeug.
marks & spencer 23.05.2011
4. re
Zitat von ShirazIch habe nie verstanden, warum Metal manchmal in der Kategorie Musik erscheint. Halte das für ein Missverständnis. Eigentlich ist es nur Lärm, vergleichbar einem Presslufthammer oder einem startenden Flugzeug.
Dann bleiben Sie doch lieber bei Ihren Schlagern.
kingofmetal 24.05.2011
5. Nix Versteh
Zitat von ShirazIch habe nie verstanden, warum Metal manchmal in der Kategorie Musik erscheint. Halte das für ein Missverständnis. Eigentlich ist es nur Lärm, vergleichbar einem Presslufthammer oder einem startenden Flugzeug.
Gut, dass Sie zugeben, keine Ahnung zu haben. Metal ist nämlich viel lauter... :-)
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