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10. Mai 2012, 15:42 Uhr

Amtlich

Die wichtigsten Metal-Alben des Monats

Von und Jan Wigger

"Amtlich" feiert Geburtstag! Ein Jahr Metal auf SPIEGEL ONLINE - Mille Petrozza von Kreator und Boris Kaiser vom "RockHard" beschenken uns. Im Check: Paradise Lost, Huntress, Pantera, Hour Of 13, Jess And The Ancient Ones, Der Weg einer Freiheit, das Roadburn Festival und noch mehr. Irre.

Paradise Lost - "Tragic Idol"
(Century Media, bereits erschienen)

Seit über zwei Dekaden lese ich regelmäßig und mit wachsender Begeisterung das Intellektuellen-Blatt "Breakout", welches alle zwei Monate unter Schweiß und Tränen im schönen südhessischen Neckarsteinach entsteht. Meinem geistigen Mentor Thorsten Dörting erzählte ich ab und zu von besonders elaborierten Artikeln, doch Dörting, der ja schon vor geraumer Zeit zu einem höheren Wesen transzendierte, murmelte meist nur "rührend", "authentisch" oder "unfassbar!" in seinen Milchbart. Aus Enttäuschung drohte ich mehrfach eine "Amtlich"-Besprechung im stilistisch wie grammatikalisch halsbrecherischen "Breakout"-Stil an, den ich perfekt zu imitieren in der Lage bin. Heute, genau 35 Jahre, nachdem Marco Magin seine erste Blue-Öyster-Cult-Platte in einem kleinen Mannheimer Plattenladen kaufte, ist es nun so weit.

Eene, Meene, Miste, es bollert in der Gothic-Kiste! Paradise Lost heißt übersetzt "verlorenes Paradies" und in ein solches nimmt uns der Fünfer aus dem schönen England auch mit. Nach drei Jahren haben die sympathischen Jungs zehn brandneue Knüppelmonster für ein weiteres Käsescheibchen aus ihren Kutten geschüttelt, das beweist, dass man in diesem "Biz" auch ohne nackte Gretel auf dem Cover überleben kann! Aber egal, denn "Tragic Idol" ist einfach schweinegeile Rockmusik, gehaltvoll, spannend, düster, treibend, nebst mehreren Attributen mehr.

Die cool rockende Nummer "Solitary One" ist so 'ne richtig satt rockende Nummer im Seventies-Look, mit allem was schon damals zu einer schweinegeil abgehenden Nummer dazugehörte! "In This We Dwell" sorgte beim Schreiben für ein Dauergrinsen bei mir und "To The Darkness" frisst sich gleich in die Gehörgänge, ohne zu fragen, wie lange es dort verweilen darf. Sehr, sehr lange, soviel ist klar! Mit "Fear Of Impending Hell" wird's dann 'ne Schippe ruhiger, was aber nicht bedeutet, dass die Scheiblette langweilig wäre!! Schon mit "Theories From Another World" gibt's für den geneigten Hörer nämlich wieder so richtig was zwischen die Beißerchen, so richtiges Action-Kino für den Kopf und auch nach 24 Jahren Bandkarriere noch so frisch wie damals, was die althergebrachte Aussage widerlegt, man würde vom Rasten rosten! Und die Stimme von Nick Holmes ist mal der Hammer, echtes Seelenbalsam und so 'ne richtige Ohrendroge, die sich gerade in dieser megahektischen Zeit - welche eine Zeit des rein Materiellen ist - super zum Relaxen geeignet.

Mit "Tragic Idol" haben Paradise Lost das breite Tonspektrum an Musik um Einiges bereichert, und da die meisten Melodien schon nach dem ersten Hören nachzupfeifen sind, nehmen Paradise Lost gemeinsam mit Axel Rudi Pell und der neuen Kissin' Dynamite die "Pole Position" ein, wenn es um die besten Langdreher 2012 geht!! An dieser klasse Produktion gibt es nichts zu bemängeln, und wollt ihr wissen, wie qualitativ hochstehende Mucke aus Englands hiesigen Breiten zu klingen hat, dann holt euch "Tragic Idol". Fazit: Reinhören ist das Mindeste bei dieser subba Scheibe!!! (Gesamtwertung: 8) Jan "T-Bone" Wigger

Anspruch: Ein absolut zeitloses "Werk", dass junge wie auch Junggebliebene Hörer gleichermaßen erfreut. Klarer Fall für die Repeat-Taste - hier wird geklotzt und nicht gekleckert! (8)

Artwork: So richtig schön melancholisch und geheimnissvoll, wenn auch nicht passend zur Jahreszeit!! (7,5)

Aussehen: Dieses Quintett kann man bedenkenlos jedem Metal-Fan ans Herz legen, und auch die CD "Tragic Idol" mutiert dadurch sicherlich zum Dauerbrenner im CD-Schacht! (7)

Aussagen: Wir Herren wissen auch nach so vielen Jahren noch zu Rocken: Der bewährte Atzedatze-Groove für die Massen - egal ob Banker oder Putzfrau! (7,5) Jan "T-Bone" Wigger

Huntress - "Spell Eater"
(Napalm Records, bereits erschienen)

Letztens, es kommt mir so vor, als wäre es erst gestern gewesen, konnte man in der Presse ein Foto begutachten, ich glaube in "Quick", "Bild" oder "Landlust", auf dem war Micaela Schäfer richtig dick im Geschäft. Aufgenommen wurde das Pic, wie wir Medienschaffende sagen, wohl am Wochenende zuvor in einer Dortmunder Diskothek, in so einem Etablissement für Leute, denen man im Leben normalerweise nur unfreiwillig begegnet, wenn man nicht gerade Großkunde bei Camp David ist oder Fußballprofis zum Heiraten sucht (und dabei immer nur Freizeitboxer findet).

Jedenfalls hatte die ehemalige Dschungelcamp-Bewohnerin ihr Equipment, sie ist ja auch DJane, tatsächlich im Damenklo aufgebaut, und sie lächelte, und sie trug so gut wie nix, nur diesen lustigen Borat-String, 'nen BH und ein Army-Käppi, das wohl zeigen sollte: Hier wird scharf geschossen.

Das alles hat natürlich nur zum Teil mit Huntress zu tun, denn deren Sängerin Jill Janus hat es als DJane Tuesdae ja immerhin schon in den US-"Playboy" geschafft und nicht nur in die deutsche "Maxim", obwohl das ja auch ehrenwert ist, weil "geschmackvolle Erotik, kein Porno". Wie dem auch sei: Genau wie La Mica war Tuesdae beim Auflegen immer gerne luftig angezogen, das sieht man bei Google, wenn man will, und sie hat in wilderen Nächten wohl auch schon den einen oder anderen Asbach-Cola nicht nur mit Snoop Dogg gekippt, sondern angeblich sogar mit irgendeinem Fürsten aus Monaco, ich kenne mich da leider nicht aus. Wie man als amerikanisches It-Girl von sogenannten Clubsounds zum Heavy Metal kommt, das ist natürlich ein Mysterium, aber hey: Mysteriös soll bei Huntress ja so einiges sein, es heißt, man stünde gar dem Okkulten nahe, obwohl die Ex-Bands der anderen Mitglieder, die Black-Thrasher Skeletonwitch oder die Underground-Hoffnung Professor, das Weltliche bevorzug(t)en.

Nun ja, das Numinose glänzt beim Hören dieses Debüts eher durch Abwesenheit, vielleicht liegt's auch daran, dass ich mir Madame Janus, nach wie vor recht freizügig unterwegs, ständig beim Stinkfruchtessen vorstellen muss, aber das zieht die Platte qualitativ noch lange nicht nach unten. Gut abgehangener Power Metal der US-Schule unterhält zehn Songs lang angenehm, die Riffs, denen die Frontfrau trotz ihrer Präsenz immer genug Freiraum gibt, wurden raffiniert ausgearbeitet, die beiden Rhythmus-Rocker machen zumindest nichts falsch. Sicherlich hatten die artverwandten Achtziger-Könner Chastain, die dieses Album immer wieder ins Gedächtnis ruft, die besseren Hooklines und zwingenderen Arrangements; von ZeitgenossInnen wie Benedictum oder Crystal Viper lassen sich Huntress mit Highlights wie "Spell Eater", "Senecide" und "Eight Of Swords" aber ganz gewiss nicht ins Bockshorn jagen. (Gesamtwertung: 7,5) Boris Kaiser

Anspruch: "Ich bin eine Hexe, die Dich verzaubern und anschließend lebendig verbrennen will!" Geht's noch? (3)

Artwork: Bunt statt black. Die Gruselgestalt mit den flammenden Pratzen könnte Jill Janus sein. Vielleicht ist es aber auch nur Joey Kelly nach einem Sturz im Eiskanal. Man weiß es nicht, man steckt nicht drin. (6)

Aussehen: Eher Xena als Lena, die Typen sind eh wumpe. So was kriegen Bildungsbürger normalerweise nur im privaten Modus zu Gesicht. (7,5)

Aussagen: "Ich habe einen okkulten Hintergrund!", "Ich bin eine Hexe!", "Schon meine Eltern haben mich ermutigt, meine übersinnlichen Fähigkeiten zu trainieren!" Ich glaube, diese im Brustton der Überzeugung hingeschmetterten Sätze stammen eigentlich gar nicht von Jill Janus, sondern samt und sonders aus Russ Meyers Familienfilm "Die Satansweiber von Tittfield", hatte aber keine Lust, das zu verifizieren. So oder so: Kann man machen. (7) Boris Kaiser

Jess And The Ancient Ones, das Roadburn Festival - und Pantera!

Jess And The Ancient Ones - "Jess And The Ancient Ones"
(Svart Records, erscheint am 23. Mai)

Ich glaube, die größte Barmherzigkeit dieser Welt ist die Unfähigkeit des menschlichen Verstandes, alles sinnvoll zueinander in Beziehung zu setzen. Wir leben auf einer friedlichen Insel der Ahnungslosigkeit inmitten schwarzer Meere der Unendlichkeit, und es war nicht vorgesehen, dass wir diese Gewässer weit befahren sollen. Ich tat es dennoch. Und nun muss ich fürchten, für diesen Fehler mit dem Leben zu bezahlen.

Doch vielleicht sollte ich meine Geschichte besser von vorn beginnen.

Vor Monaten schaute ich mal wieder im Titty Twister vorbei, mir stand der Sinn nach wenig mehr als dort, in meiner bevorzugten Kellerbar, einen Arbeitstag voller Demütigungen mit Bier herunterzuspülen. Am Tresen schien alles wie immer. Ich blies Trübsal, leerte die erste Flasche und sah dem Wirt interessiert dabei zu, wie er einen anderen Gast in den Würgegriff nahm und ins Freie beförderte, eine gängige Praxis in diesem Höllenloch, fragen Sie einen gewissen Senor Rodriguez, der kam hier vor Jahren allein der rauen Sitten wegen zum Filmen vorbei. Stutzig wurde ich erst, als ich, schon leicht benebelt, rund eine Stunde später bereits Gast Nummer sechs mit krachenden Knochen auf dem Bürgersteig vor der Bar landen sah. Meine Frage, woher der Zorn für seinen dann doch außergewöhnlich handfesten Dienst am Gast rühre, quittierte der Wirt mit einem wütenden Bellen: "Für schweineviel Kohle" habe "irgendeine anonyme Hackfresse per Brief, das muss man sich mal vorstellen" die hinteren Räume der Bar gemietet, und zwar "für irgendeine hysterische Frauentruppe", die "für ihr verf**** Weiber-Besäufnis heute abend" sogar eine Begleit-Band engagiert habe - und das "ausgerechnet mit einer Ollen am Mikro!" Dabei hasse er weiblichen Gesang, spuckte der Wirt aus, ein Geheule zum Gott Erbarmen sei das, und irritiert bemerkte ich, wie sich sein im Hemdauschnitt sichtbares Brusthaar vor Ekel kräuselte, als er sprach. Aber er habe ja keine Wahl, zeterte der Wirt weiter, er brauche das Geld, die Schutzgeldmafia säße ihm im Nacken und seine zwei Hasen fräßen ihm die Haare vom Kopf, immerhin, zum Glück pausiere die Band wenigstens seit gut einer Stunde. Mit diesen Worten endete sein Wutausbruch.

Just in diesem Moment der Stille schwang sich in den hinteren Räumen ein weibliches Organ empor, das, so sollte ich später erfahren, einer Frau namens Jess gehörte. Ihre warme, tiefe Stimme wand sich majestätisch, bedrohlich und schmeichelnd wie eine Kobra, als beschwöre sie ein Fakir mit seiner Flöte und leite sie instinktsicher alle Tonleitern dieser Welt hinauf und wieder hinab - Jess sang magisch. Oder nein, korrekter: teuflisch.

Denn bereits der Auftakt "Prayer For Death And Fire" war ein Lobgesang auf den Antichrist, intoniert als kerzengerader, unaufdringlich melodiöser Seventies-Hardrocker mit charmanten Gesangs- und Gitarrenharmonien und einem flauschigen Orgelteppich. Und so ging es weiter: "Ghost Riders", "Twilight Witchcraft", schließlich der famos gut gelaunte Nackenkitzler "The 13th Breath Of The Zodiac", bei dem, so sinnierte ich entrückt, nun wirklich jeder Teufelshuf- und schwanz im Takt mitwippen musste. Überraschend dann "The Devil (in G-Minor)": eine lasziv hingeworfene, schmutzig geile Barpiano-Ballade, die in mir die irrsinnige Vorstellung weckte, Ozzy habe die Gestalt von Michelle Hunziker angenommen, räkele sich nackt auf einem schwarzen Steinway-Flügel und besinge den Verkehr mit dem Leibhaftigen.

Was ich aus all dem heraushörte, waren Töne aus längst vergangenen Zeiten, Melodien aus Tagen, da die Welt noch den gerechten Schlaf des Analogen schlief. So meinte ich kurzzeitig, dass statt Jess hier Jefferson Airplanes Sängerin Grace Slick am Werke war, als leicht zugedröhnte Drama Queen, als habe Richard Nixon ihr LSD in den Tee gemischt und nicht umgekehrt, wie sie es ja mal geplant (aber leider nie getan) hatte. Diese One-Woman-Show flankierten dezente, stets ehrliche und effiziente Gitarren. Manchmal erstanden so die arschcool rockenden Heart der "Barracuda"-Ära vor meinem geistigen Ohr wieder auf, oft wehte auch der raue, unfertige, aber warme Sound früher NWOBHM-Bands durch das Titty Twister. Naja, und natürlich: Coven.

Meinen Ritt ins Vorgestern krönte schließlich "Sulfur Giants", ein fast 13-minütiges, wuchtiges, von Georgel, Gesang und Getrommel nach vorne getriebenes Opus Magnum, das wie die anderen Songs gar nicht mal komplex arrangiert war, sondern sich vor allem Zeit ließ, viel Zeit. Böse Zungen mögen das als schlichtes Songwriting verspotten, ich nahm es als suggestiven Sog wahr - aber so ein Urteil hängt ja auch davon ab, wieviele Drogen im Spiel sind. Spätestens mit diesem Lied war die Messe jedenfalls gelesen, und sie war eindeutig schwarz: Jess And The Ancient Ones sind eine weitere der gerade ebenso gehypten wie talentierten Female-Fronted-Occult-Bands, bei denen eine stimmgewaltige Ische das Mikro schwingt und von Tod und Teufel singt.

Jess und Kollegen stammen aus Finnland, das erfuhr ich schnell. Aber warum tauchten überhaupt überall soviele Höllenbands mit Frauengesang auf? Sollen die singenden Satansschnitten wirklich nur einsamen Single-Metal-Herren das Geld aus der Tasche zu ziehen, wie zynische Erbsenzähler glauben? Ich war nicht überzeugt, sondern hegte einen Verdacht: All diese okkulten Frauengesangsvereine waren aus einem Schoß gekrochen. Ich beschloss also, der Sache auf den Grund zu gehen. In übelster Journalistenmanier schob ich erst einmal einen Hunderter über die Theke, damit mich der Wirt einen Blick auf den erwähnten, ominösen Mietbrief werfen ließ, um zu erfahren, wer hinter dem anonymen Band-Booking und damit dem gesamten Singende-Satansweiber-Phänomen stehen könnte: Ich las die Initialen A.S.. Eine Unterschrift in roter Farbe. Geschrieben mit....Blut?!?! Was für ein Wahnsinn! Aber wofür standen die Buchstaben? Etwa für Axel Springer? War der legendäre Pressefürst der Finsternis nicht schon lange tot?

Hatten wir nicht erst vor wenigen Tagen seinen 100. Geburtstag begangen?Das war der Auftakt für eine mehrmonatige Recherche, die mich rund um den Globus führte und in deren Verlauf ich vor nichts zurückscheute: Ich schnüffelte den bekanntesten Damen des neuen Satanssounds so besessen hinterher wie Aldi seinen Kunden. Die Mühe machte sich bezahlt. Durch das Schlüsselloch einer Hotelabsteige in Bielefeld erspähte ich, was Alia O'Brien von den kanadischen Occult-Doomern Blood Ceremony auf ihrem Nachtisch verwahrt: eine Totenschädelkerze und daneben eine Ausgabe des Frauenbewegungsmanifestes "Der kleine Unterschied". Kurz vor einem Konzert in der Hamburger Markthalle wurde ich dann Zeuge, wie sich Farida "das Dekolleté des Satans" Lemouchi in den Backstage-Raum ihrer Band The Devil's Blood schlich. Dort fackelte die Sängerin insgeheim die Pornoheftesammlung ihres genialischen Gitarristen-Bruders Selim ab, um dann mit der Asche "PorNo" auf die Wand zu schmieren. Und als die amerikanischen Eso-Okkulti-Rocker Jex Thoth in dem berüchtigten Städtchen Stull in Kansas gastierten, sah ich mit großem Erstaunen, wie deren Sirene Jessica Thoth auf dem örtlichen Friedhof eine rituelle Verbrennung von Schweinepenissen vornahm.

All meine gesammelten Indizien führten mich schließlich zu einer Person. Die rätselhaften Initialen A.S. standen nicht für Axel Springer, sondern für: Alice Schwarzer.

Ich will und kann hier nicht alle Indizien ausbreiten, die ich gesammelt habe, es wären derer zuviele. Aber bitte überlegen Sie, liebe Leser! Verraten nicht schon allein der Vor- und Nachname der deutschen Frauenrechtlerin und auch der Titel ihre Magazins, wes Ungeistes Kind sie ist? Nein? Dann passen Sie auf. ALICE Bailey war eine berühmte amerikanischen Okkultistin und auch Publizistin - sie gründete die Luzifer Verlagsgesellschaft. Und warum heißt Schwarzers Magazin "EMMA" überhaupt "EMMA"? Wer in den okkulten Lehren dieser Welt bewandert ist, wird wissen: EMMA-O ist der Name des Königs der Hölle in der japanischen Mythologie. Und muss ich jetzt wirklich alle offensichtlichen Anspielungen im Nachnamen SCHWARZer nennen? Schwarze Messen? Schwarze Magie? Schwarzer Tod? Black Metal? Black Sabbath?

Plötzlich war klar, warum Alice Schwarzer für die "Bild"-Zeitung über den Kachelmann-Prozess berichtet hatte. Und auch, warum sie sich vor den Werbekarren des in Sachen Feminismus ja nicht gerade führenden deutschen Boulevardblattes hatte spannen lassen ("Jede Wahrheit braucht eine Mutige, die sie ausspricht"). Nichts als diabolisches Blendwerk war das, um arglose Betrachter glauben zu machen, auch sie sei nur eine rückratlose Egomanin, die im Alter ihre Ideale verraten habe.

Doch ich wusste es besser: Alice Schwarzer verfolgte einen geheimen Plan. Sie hatte willfährige Sklavinnen in die hippsten Bands des Planeten eingeschleust, wo diese als Sängerinnen das Publkium becircen, die femi-satanistische Agenda ihrer dämonischen Meisterin vorantreiben und so den Sturz der patriarchal-christlichen Gesellschaftsordnung vorbereiten sollten. Alice Schwarzer war das, als was sie ihre dämlichsten Kritiker stets beschimpft hatten: die "Hexe mit dem stechenden Blick". Und zwar wortwörtlich. Allein: Mir fehlte der letzte Beweis.

Also reiste ich nach Köln, in die Höhle der Löwin, die ausgerechnet im Herzen des deutschen Katholizismus liegt. Dort schlich ich mich undercover, verkleidet als unverdächtige Fernsehgärtnerin Andrea "Evil" Kiewel, in den Bayenturm, einen mittelalterlicher Wehrbau, der die "Emma"-Redaktion beherbergt. Der Anblick, der sich mir dort bot, war entsetzlich. Schwarzer schwang eine neunschwänzige Katze über den Köpfen ihrer Redakteurinnen und trieb sie an. Die eine musste neue Lyrics dichten, die nächste entwarf Merchandising, T-Shirt-Motive für Blood Ceremony etwa oder Stofftaschentücher mit dem Devil's-Blood-Logo. Und eine dritte, offenbar eine niedere Online-Sklavin, erstellte den "Web Temple", wie der offizielle Internet-Auftritt von Jess And The Ancient Ones heißt.

Mein schrecklicher Verdacht hatte sich bestägt und vermutlich stand mir der Horror allzu deutlich ins Gesicht geschrieben. Meine Mimik entglitt mir, meine Tarnung als dauerfröhliche ZDF-Sonntagsschleichwerberin flog auf. Ich floh. Ich stolperte panisch durch die Straßen Kölns, und verkroch mich dann im "Vier Sterne von Bethlehem", einem Hotel im Schatten des Kölner Doms, dem mächtigen Symbol der Christenheit, wo ich mich vor dem Zugriff der satanistischen Schwarzer-Brut sicher glaubte.

Ich irrte. Jetzt, da ich diese Zeilen mit zitternder Hand in mein iPhone tippe, höre ich sie draußen am Fenster säuseln, Schwarzers Sirenen des Satans. Sie betäuben meine Sinne, sie brechen meinen Willen. Beten Sie für meine Seele, liebe Leser, beten Sie für unser aller Seelen. Sie kommen. Die Frauen kommen. Sie sind da. Und sie sind herrlich böse. (Gesamtwertung: knappe 8,5 Punkte) Thorsten Dörting

Anspruch: Liebe Leute, das steht alles oben im Text. Was? Habt Ihr nicht gelesen? Überlegt's Euch noch mal - vor allem, wenn Ihr etwas gewinnen wollt. Ihr findet darin eine Passage, die auf das größte Instrumentalstück ever von Metallica anspielt. Der erste, der eine Mail mit der richtigen Antwort (und einer kurzen Begründung, raten ist nicht drin!) an mich schreibt, darf sich eine der unten besprochenen Vinyl-Singles aussuchen. Ist mein Ernst. Viel Glück! (ohne Wertung)

Artwork: Ein Motiv im Jugendstil-Stil, dezent verziert mit okkultem Nippes hier und da. Kann man sich als gerahmten Print übers dänische Designer-Sofa hängen oder auf das Bettlaken drucken lassen, auf dem die nächste rituelle Orgie vollzogen werden soll ("Alles darf, nichts muss"). Ist hübsch, dürfte bei vielen ausreichen, um sie zum Kirchenaustritt zu bewegen. (9)

Aussehen: Sängerin Jess ähnelt auf den ersten Blick unserer omnipatenten Nationaloberweite Christine Neubauer (49, "Ich war ein Diät-Junkie"). Und auf den zweiten Blick nicht mehr. Eine der Damen hat Glück gehabt. (8)

Aussage: Der Teufel wohnt im Dritten Haus links vom Jupiter, kommt aber nur heraus, wenn Venus und Mars bei totaler Sonnenfinsternis im zweiten Zeitalter des gehörnten Meerschweinchens einen Sohn zeugen, der von Vesta als Leihmutter nach einer unbefleckten Empfängnis ausgetragen werden muss. Dann wird's allerdings höllenheiß auf Erden. Alle Christinnen müssen bis in alle Ewigkeit Pentagramme auf ihre Fußnägel lackieren, während ihre männlichen Glaubensbrüder dazu verdammt sind, in einem hinten offenen Papst-Kostüm durch New Yorker Schwulenbars zu ziehen. Ist wohl alles so etwas wie Astro-Satanismus, aber vielleicht auch nur ein finnisches Elchrezept, mein Schulenglisch reicht nur für Manowar-Texte. (ohne Wertung) Thorsten Dörting


Pantera - "A Vulgar Display Of Power - 20th Anniversary Edition"
(Rhino/ Warner, bereits erschienen)

Phil "Are you talkin' to me?" Anselmo war einmal der Robert De Niro des Metal. Er schiss auf alles und jeden, besaß einen dritten Arm, und ich selbst war Zeuge, wie dieses Muskelgebirge aus New Orleans nach einem Konzert in Köln backstage mit bloßer Hand ein rohes Ei zerdrückte. Irgendwann bekam Anselmo Rückenschmerzen, wurde an riskanter Stelle operiert und schleifte sich mit beispielloser Willenskraft durch die Reha. In einem noch heute legendären "Rock Guerilla"-Interview versuchte der sensible Klotz fassungslos, die Verwüstung seiner Heimatstadt durch den Hurrikan Katrina zu begreifen.

"A Vulgar Display Of Power" aber war - und zwar mit JEDER Note - die Demonstration purer Macht: Dimebag Darrell feuerte seine Riffsalven mit der eiskalten, tödlichen Präzision eines Stephen Hendry ab, und Phil "Walk on home, boy" Anselmo grunzte, röchelte, knurrte und brüllte wie Mallorcas stärkster Stier. Während sich Ministrys Al Jourgensen in den letzten Jahren vergleichsweise unbemerkt in Martin Semmelrogge verwandelt hat, blieb Anselmo immer der potente Zuchtbulle, dem man besser nicht zu nahe kommt: "To see/ To Bleed/ Cannot be taught."

Ich verlor eine Freundin, als ich ihr "Persona" von Ingmar Bergman zeigen wollte, eine andere, als ich ihr berauscht "Strength Beyond Strength" von "Far Beyond Driven" als mein aktuelles Lieblingslied vorstellte. Oh, these women! Neu an der "20th Anniversary Edition" dieses epochalen Schlags in die Fresse ist das bitterböse und nun wieder ausgegrabene "Piss", dessen Riff später in "Use My Third Arm" etwas langsamer gespielt wieder auftauchte. Und wenn: Ist letztlich eh alles Black Sabbath. Dazu fünf Live-Songs aus Italien und die berühmten Videos zu "Mouth For War", "This Love" und "Walk". So stählern und erbarmungslos wie ein Mizuno JPX 800 zwischen die Eier. (Gesamtwertung: 9,5) Jan Wigger

Anspruch: "So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben". (10)

Artwork: "Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!" (8,5)

Aussehen: "Du wirst alle Völker vertilgen, die der HERR, dein Gott, dir geben wird..." (8)

Aussagen: "Und Mose wurde zornig über die Hauptleute des Heeres, die Hauptleute über tausend und über hundert, die aus dem Feldzug kamen, und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Frauen leben lassen?" (10) Jan Wigger

Mille von Kreator lobt Black Metal aus Deutschland - plus Hour Of 13

Der Weg einer Freiheit - "Unstille"
(Viva Hate Records. Achtung, erscheint erst am 29. Juni!)

Nikita Kamprad, der geistige Vater der deutschen Antwort auf Wolves In The Throne Room und Liturgy, beschert uns mit seinem neuen Der Weg einer Freiheit-Album zwar nicht den perfekten Sommer-Soundtrack, aber wer braucht den schon? Ohnehin scheint innovativer Black Metal in den Zehner-Jahren nicht mehr die norwegische Eiseskälte zu bedingen, sondern entsteht heute in Brooklyn, Georgia oder eben im beschaulichen Würzburg.

Dabei würde es der Sache nur teilweise gerecht werden, bezeichnete man "Unstille" einfach als schnöde Weiterführung der nordischen Dunkelkultur. Huldigten skandinavische Düster-Kombos in ihren Texten oftmals Beelzebub, Astaroth und Co, werden hier, wie schon bei früheren Veröffentlichungen, wieder Gedichte vertont, die man schon fast als Schauerlyrik bezeichnen könnte - wären da nicht immer wieder Textzeilen wie "Unverdrossen, unermüdlich sähen wir das Leben, doch ernten den Tod" aus dem Nackenbrecher "Zu Grunde". Der Weg einer Freiheit sind die Zukunft des deutschen Extrem-Metal. Überdeutlicher geht's nicht! (Gesamtwertung: 10) Mille Petrozza

Hour Of 13 - "333"
(Earache Records, erscheint am 29. Mai)

Wer hat den längsten? Auch in deutschen Redaktionen erfreut sich das ewige Bubenspiel noch immer großer Beliebtheit. Und je höher die Hierarchiestufe, desto kerliger wird's, da mutieren Münder plötzlich zu Hosenställen uind die Männer packen verbal ordentlich aus. Jawohl, meine Damen, da steigt einem die Schamesröte ins Gesicht, aber nicht, weil es besonders frivol zu- und hergeht, sondern weil das Gehabe so furchtbar peinlich ist. Bei "Amtlich" ist es hingegen total okay, den kürzesten zu haben, auch textmäßig, daher wird Mille jetzt unterboten. Denn die US-Amerikaner Hour Of 13 und ihren unaufgeregten, zeitlos klassischen No-Bullshit-Metal muss man gar nicht wortreich anpreisen.

Denn wer es nach dem Vorgänger "The Ritualist" nicht geschnallt hat, schnallt's nimmermehr: Stilvoll verhaltenes Riffing, eingängige, mit Understatement ausgespielte Melodiebögen und der Gesang von Philip Swanson, der bisweilen klingt wie Biff Byford mit einem Hauch vom Helium im Hals, machen das dritte Album mit dem Titel "333" zu einem Schätzchen für echte Kenner von doomig eingefärbten Spät-Siebziger-Klängen. Aber egal: Wer braucht schon viele flüchtige Bekannte, wenn man wenige Freunde fürs Leben haben kann? Noch nicht überzeugt? Dann Fenriz fragen. (Gesamtwertung: starke 8 Punkte) Thorsten Dörting

Anspruch: Einen Götzdienst leisten. (8,5)

Artwork: Vergleichbar mit einem Lottozettel mit Sechs Richtigen. Sieht öde aus, ist aber alles drauf, was man braucht. Hier: Schädel und watt Okkultes. (8,5)

Aussehen: "Aus der Zeit der Eitelkeiten bin ich raus." Ulli Potofski, begnadeter Sportreporter-Darsteller und Autor von "Locke und der Voodoo-Zauber" (verfilmt von Uwe Boll) war schon immer unterschätzt. (8)

Aussagen: So was von egal. (10) Thorsten Dörting

Singles von: Year Of The Goat, Gold, Nachtmystium, Hexvessel, Ghost Brigade

Das große "Amtlich"-Vinyl-Single-Geburtstags-Special mit: Year Of The Goat, Gold, Nachtmystium, Hexvessel und Ghost Brigade

Wer sich warmhören will für eines der womöglich besten Alben dieses Jahres, dem sei "This Will Be Mine" ans verdorbenes Herz gelegt. Die Single von Year Of The Goat mit dem Langhaarkugelzwerg Thomas "Thomaner Chor" Eriksson of Griftegard-Fame am Mikro bietet alle Qualitäten, die bereits die Debüt-E.P. "Lucem Ferre" aus dem Vorjahr zu einem Ereignis von solch sanft morbider Schönheit gemacht haben, dass Lars von Triers "Melancholia" dagegen abstinkt wie drei Bücher von Precht gegen einen Pups von Nietzsche. Das musikalische Potential der Schweden ist, so ließen die Überhits "Of Darkness" und "Vermillion Clouds" hoffen, sogar noch größer als das ihrer Landsmänner Ghost. Und die Vorab-Auskopplung (mit einem soundtrackartigen Psychoinstrumental auf der B-Side) enttäuscht diese Hoffnung zumindest nicht: Heavy Rock mit glasklar klirrenden Gitarren, veredelt von Goldkehlchen Eriksson, zart psychedelisch, oft vorsichtig angepoppt, oft genug aber schön sperrig, mit dem Mut zum ganz großen Wurf. Könnte gelingen.

Unter dem gleichen Labeldach (Van Records) wie Year Of The Goat wohnen die Holländer von Gold, die nicht nur mit dem Gitarristen Thomas Sciarone ein Ex-Mitglied von The Devil's Blood in ihren Reihen haben, das wegen (unabsichtlichen!!!) Geschlechtsverkehrs mit einer Getauften aus der Band geworfen wurde, sondern mit Milena Eva auch eine Sängerin, deren Aussehen hält, was der Name verspricht: Die Frau atmet Feuer. Entweder kommt sie direkt aus der Hölle, wo sie ihrem wehrlosen Ehe-Dämon dieselbe heiß gemacht hat und der deswegen die Scheidung einreichte. Oder sie stammt aus der Nachbarschaft der Hölle, also aus einem mysteriösen Dorf weit östlich des Ural namens Dnjjjjprakrazzwotsl, wo bereits einjährige Babys einen so durchdringenden Blick haben, dass der unwürdige Uri Geller vor Schreck sofort sein Biegebesteck niederstreckt. All das macht Gold verdächtig, ein Teil von Alice Schwarzers femi-satanistischer Weltverschwörung zu sein (siehe Jess And The Ancient Ones), zumal "Gone Under" und die B-Side "Medicine Man" dem (schweren) Siebziger-Hardrock huldigen, wenn auch auf charmante Art deutlich holpriger und weniger psychedelisch als TDB. Das eindrucksvolle Bandfoto, auf dem Milena Eva ein Herz für Meerestiere zeigt, spricht jedoch eher für eine harmlose Mitgliedschaft bei den aquaspiritistischen Zeugen Belugas. Beide Singles sind - wie stets bei Van Records - liebe- und geschmackvoll gestaltet und könnten bald Sammlerwert haben. Das schreibe ich nur für Euch, meine lieben Freunde, die Ihr nichts mit dem Leben anzufangen wisst, außer tagtäglich Eure Platten zu sortieren. Ich weiß, wovon ich schreibe.

Das gilt leider nicht für den Auftritt von Nachtmystium auf dem diesjährigen Roadburn-Festival im niederländischen Tilburg, wo die Krachpoeten laut Aussage des Kollegen Kaiser eine Performance hingelegt haben sollen, dass es der Kinder-Black-Metal-Front ihr Karnevals-Corpsepaint von den Hühnerbrüsten geblasen hätte. Der Autor dieser Zeilen kann das leider nicht bezeugen, denn er steckte zum Zeitpunkt des Auftritts noch in der Lobby eines Autobahn-Motels fest, wo die raumduftverseuchte Luft in der Lobby immerhin für eine derart drastische Sauerstoffunterversorgung des Hirns sorgte, dass ein komplettes Monatsgehalt für die Taxifahrt zum Festival wie ein fairer Preis erschien. Zum Trost gibt es "As Made" (Century Media) - kann man sich gönnen, lohnt sich. Auf der B-Side covert die selbst erklärte "we-do-whatever-the-fuck-we-want"-metal-band "The Eternal" von Joy Division.

Später waren auf dem Roadburn dann auch Hexvessel zu erleben, die ein schnuckeliges Kirchennebengebäude namens Het Patronat mit ihrem wunderlichen Occult-Psychedelic-Folk bis an den Rand füllten und bei nachmittäglichem Dämmerlicht, das sich durch die mit Bibelmotiven bemalten Fenster stahl, die Menge zum andächtigem Abnicken ihrer nihilistischen Zupfklänge bewegten. Mit echtem Folk, gab der fachkundige Kollege Sauermann zu bedenken, habe das nichts zu tun, womit er vermutlich richtig liegt. Aber "Vainolainen" (Svart Records) deutet an, was das Album "Dawnbearer" gezeigt hat: Es geht ums Schaudern auf der Scholle, nicht um deren Schönheit.

Zum Schluß empfehlen wir - wenn auch mit Einschränkungen - Ghost Brigade mit "In the Woods (Jonny Wanha Remix)" (Season Of Mist). Der zum Lahmarsch-Lounge vertüftelte Track vom Vorjahresalbum "Until Fear No Longer Defines Us" ist die perfekte Erklärung dafür, warum DJ Jonny Wanha es bisher nicht zu Ruhm außerhalb seiner finnischen Heimat gebracht hat. Die Rückseite mit einer Akustik-Version von "Soulcarvers" ist aber sehr nett. Und die Band verdient allein deswegen hier eine Erwähnung, weil Pfuscher Wigger seinerzeit dem Album nur 7,5 Punkte gegeben hat. 8, Mann! 8! 'Nuff said. (Alle Single-Texte: Thorsten Dörting)

Alle bisherigen "Amtlich"-Kolumnen finden Sie hier. Wertung: Von "0" (absolutes Desaster) bis "10" (absoluter Klassiker)

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