Amy bei den Brit Awards Ohne Preis, dafür heiß

Einen Preis konnte sie nicht gewinnen, doch bei der Verleihung der bedeutendsten Auszeichnungen der britischen Musikszene war Soulsängerin Amy Winehouse der gefeierte Star. Mehr Applaus als Winehouse, die gerade einen Drogenentzug hinter sich hat, bekam nur ein geehrter Ex-Beatle.


London - Nur wenige Tage nach einer Drogenentziehungskur hat
Amy Winehouse in der Nacht zum Donnerstag bei ihrem ersten Live-Auftritt seit Monaten Tausende Fans begeistert. Bei der Vergabe der Brit Awards in London stahl die Soulsängerin den meisten anderen Stars die Show.

Obwohl Winehouse die größte Aufmerksamkeit auf sich zog, konnte sie allerdings keinen Preis gewinnen: Ihr Erfolgsalbum "Back to Black", das sich weltweit mehr als fünf Millionen Mal verkaufte, erschien bereits 2006. Es kam damit nach den Regeln der britischen Musikakademie nicht für die diesjährigen "Brits" infrage. Bei den amerikanischen Grammys hatte Winehouse kürzlich einen Triumph erlebt und fünf dieser begehrtesten Musikpreise der Welt abgeräumt.

Mehr Beifall als Winehouse bekam bei den Brit Awards nur noch Ex-Beatle Paul McCartney. Der 65-Jährige wurde bei der Vergabe der wichtigsten britischen Popmusik-Auszeichnungen mit einem Sonderpreis für sein Lebenswerk geehrt. Zu den Gewinnern der "Brits" gehörten die Arctic Monkeys und Take That ebenso wie die Foo Fighters, Kylie Minogue, Mika, Kate Nash und Kanye West.

Die Arctic Monkeys bekamen das zweite Mal in Folge zwei Auszeichnungen. Die vierköpfige Gruppe aus dem nordenglischen Sheffield wurde erneut in den Kategorien "beste britische Band" und "bestes britisches Album" geehrt. Auch die Band Take That - die 2006 ohne den zum Megastar avancierten Robbie Williams wieder zusammenfand - sowie die US-Rockband Foo Fighters nahmen jeweils zwei Trophäen mit: Take That erhielt für den Hit "Shine" den Preis für die beste britische Single und wurde zudem für den besten Live-Auftritt ausgezeichnet. Die Foo Fighters erhielten den Preis als beste internationale Band und für das beste internationale Album.

Als beste britische Sängerin wurde Kate Nash geehrt, ihr männliches Gegenstück ist Mark Ronson. Die Australische Pop-Diva Kylie Minogue erhielt den Brit Award als beste ausländische Künstlerin, als bester internationaler Künstler setzte sich der US-Rapper Kanye West durch, der zuletzt bei den Grammys in den USA abgeräumt hatte.

Der im Libanon geborene Sänger Mika bekam den Preis als bester Newcomer, ADELE den Critics Choice-Award. Leer ging die Castingshow-Siegerin Leona Lewis aus, die in vier Kategorien nominiert war. Auch die dreifach nominierten Kaiser Chiefs kamen nicht zum Zug.

kai/dpa/AFP



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