Legendärer DJ und Produzent Andrew Weatherall ist tot

Andrew Weatherall sorgte dafür, dass Europa Ende der Achtziger zu Acid House tanzte und Anfang der Neunziger Primal Scream hörte. Nun ist der britische DJ und Produzent überraschend gestorben.
Andrew Weatherall bei einem DJ-Set im Rahmen des Apple Cart Festivals 2011 in London

Andrew Weatherall bei einem DJ-Set im Rahmen des Apple Cart Festivals 2011 in London

Foto: Hayley Madden/ Redferns/ Getty Images

Der britische DJ, Produzent und Musiker Andrew Weatherall ist tot. Er starb am Montagmorgen in einem Londoner Krankenhaus an einer Lungenembolie, wie sein Management bekannt gab. "Er wurde ambulant behandelt, doch unglücklicherweise erreichte das Gerinnsel sein Herz. Sein Tod war schnell und friedlich", zitiert der "Guardian"  aus dem Statement. Weatherall wurde 56 Jahre alt.

Weatherall, geboren 1963 in Windsor, England, begann seine Musikkarriere Ende der Achtzigerjahre als DJ im Londoner Klub Shoom, wo er zusammen mit Kollegen wie Paul Oakenfold dafür sorgte, dass Acid House zum bestimmenden Klub-Sound erst von Großbritannien, dann von ganz Westeuropa wurde.

Einem breiten Publikum wurde er 1991 als Produzent des Albums "Screamadelica" der Psychedelic-Rave-Band Primal Scream bekannt, die mit dem Album ihren internationalen Durchbruch feierte. In der Folge wurde Weatherall vielfach als Produzent und Remixer gebucht, seine Versionen von Songs wie My Bloody Valentines "Soon" fanden zum Teil mehr Beachtung als die Originale.

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Weatherall war zudem Mitglied in verschiedenen Bands, darunter Sabres of Paradise und Two Lone Swordsmen. Auf seinem 2001 gegründeten Label Rotters Golf Club veröffentlichte er seine Solo-Arbeiten, darunter sein Debütalbum "A Pox on the Pioneers" (2009) sowie zuletzt "Qualia" (2017).

Schriftsteller Irvine Welsh drückte seine Trauer über Weatheralls Tod auf Twitter aus: "Genie ist ein überstrapazierter Begriff. Aber mir fällt nichts Besseres ein, um ihn zu beschreiben."

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Der britische DJ Gilles Peterson schrieb auf Twitter: "Es ist kaum in Worte zu fassen, welchen Einfluss Andrew Weatherall auf die Kultur des Vereinigten Königreichs hatte."

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hpi
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