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Das Apple-Geschenk: Hilfe! Bono belästigt mich!

Foto: Brantley Gutierrez

Apple-User beschweren sich über U2-Album Wie werde ich diesen Bono los?

Bono? Nicht mal als Bonus! Nachdem eine halbe Milliarde iTunes-User von Apple mit dem neuen U2-Album beschenkt wurde, fragen sich viele, wie sie das Teil wieder loswerden.

Hamburg - Es klang wie ein Marketing-Coup, als U2 und Apple ankündigten, das neue Album der irischen Mainstream-Rocker an mehr als 500 Millionen iTunes-Nutzer zu verschenken. Apple-Mann Tim Cook und U2-Sänger Bono setzten dabei ganz auf die Möglichkeiten der Cloud, in der die "Songs of Innocence" nun ihren Platz haben. Und gleichzeitig in unzähligen iTunes-Mediatheken stehen.

Das Problem ist nur, dass viele das Album überhaupt nicht wollen, wie der US-Branchendienst "Business Insider" berichtet  - weil sie U2 nicht mögen, oder weil das Album viel Speicherplatz verbraucht. Die Apple-Kunden beklagen sich in den sozialen Netzwerken in einigermaßen harschen Worten über das ungewünschte Präsent, das plötzlich auf ihren Smartphones und Laptops auftauchte. "Wie kann Apple das wagen?", beschwert sich eine Nutzerin bei Twitter. Ein anderer schreibt: "Ich habe nicht mal genug Speicherplatz für ein Foto, wie kommt Apple darauf, dass ich das U2-Album brauche?"

Wer die "Automatischer Download"-Funktion eingestellt hat, bekam "Songs of Innocence" sowieso, bei allen anderen wird das Album trotzdem bei iTunes in der Cloud angezeigt. Wer U2 wieder loswerden will, kann die Songs zwar löschen - in der Liste der Einkäufe taucht es dennoch weiter auf. Dort kann man es immerhin ausblenden.

Umständlich? Genau. So erscheint die Stadionrock-Institution U2 ihren Verächtern jetzt noch penetranter als zuvor. Als Beispiel für die richtige Verbindung von Popstars und IT-Unternehmen dienen den Bono-Genervten übrigens andere Global Player: Wer das unlängst von Samsung umsonst verbreitete neue Jay-Z-Album haben wollte, musste sich vorher zunächst eine App heruntergeladen.

tha
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