Google-Doodle zu B.B. King Der Mann, der die Gitarre singen ließ

Er prägte Generationen von Musikern - von Eric Clapton bis Jimi Hendrix: B.B. King war einer der legendärsten Blues-Interpreten seiner Generation. Heute wäre er 94 Jahre alt geworden.

B.B. King (im Jahr 2012): Vom Plantagenarbeiter zur Blues-Ikone
Rogelio V. Solis/AP/dpa

B.B. King (im Jahr 2012): Vom Plantagenarbeiter zur Blues-Ikone


Wer an diesem Montag die Startseite von Google ansteuert, bekommt dort statt des gewohnten Logos eine Animation eines Musikers mit Gitarre und famosem Anzug zu sehen. Es handelt sich um niemand anderen als B.B. King. An diesem 16. September hätte die Blues-Legende ihren 94. Geburtstag gefeiert. Google ehrt King mit einem Doodle.

Screenshot der Google-Startseite: Hommage an B.B- King
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Screenshot der Google-Startseite: Hommage an B.B- King

Wie kaum ein anderer prägte King Generationen von Rockmusikern: Gitarristen von Jimi Hendrix über Eric Clapton bis Stevie Ray Vaughan wurden durch seinen Stil beeinflusst - zu hören in Songs wie "The Thrill Is Gone", einem Stück, das heute zum Kanon der Popkultur gehört. Wie Clapton einst sagte, sei Kings Stil universell - er könne nicht auf ein Genre reduziert werden.

Kings Alben verkauften sich millionenfach. 2009 erhielt er seinen insgesamt 15. Grammy-Award, damals für sein Album "One Kind Favor"; er wurde unter anderem mit dem Grammy für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Das "B.B." in Kings Namen stand für "Blues Boy", eine Verkürzung von "Beale Street Blues Boy" - Kings Pseudonym, als er Ende der Vierzigerjahre seine eigene Sendung bei der Radiostation "WDIA" moderierte.

B.B. King wurde 1925 als Riley B. King auf einer Plantage in der Nähe von Itta Bena, Mississippi, geboren. Nach dem Tod seiner Mutter war er zunächst Plantagenarbeiter. Während dieser Zeit sang er in Kirchenchören und lernte das Gitarrenspiel.

Bis zu 300 Auftritte im Jahr - ein Leben auf Tour

King begann seine Musikerkarriere Mitte des 20. Jahrhunderts mit Konzerten in Kneipen, Tanzhallen und Nachtklubs. Nachdem eine seiner ersten Aufnahmen 1951 die Spitze der amerikanischen "Rhythm & Blues"-Charts erreicht hatte, tourte King fast fortwährend; jahrzehntelang spielte er 200 bis 300 Shows im Jahr.

Vor allem in den Sechzigern und Siebzigern feierten ihn die Fans und Interpreten der damals noch recht jungen amerikanischen und britischen Rock-Szene. Bis ins hohe Alter stand King auf der Bühne und bereiste die Welt. Er starb am 14. Mai 2015 in Las Vegas im Alter von 89 Jahren nach längerer Krankheit.

Zahlreiche Musiker - wie der ehemalige Beatles-Schlagzeuger Ringo Starr oder Kiss-Bassist Gene Simmons - bekundeten damals auf Twitter ihre Trauer über Kings Tod. Der Rockmusiker Lenny Kravitz schrieb: "Jeder könnte tausend Noten spielen und nie das ausdrücken, was du in einer Einzigen gesagt hast."

jok



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