Beatles Yokos neue Attacke gegen Pauls Ego

"Lennon/McCartney" - das stand bislang unter jedem Beatles-Song von John Lennon und Paul McCartney, unabhängig davon, ob es sich auch wirklich um ein Gemeinschaftswerk handelte. Bei einem Live-Album will McCartney jetzt seinen Namen zuerst nennen und provoziert damit neuen Streit mit Lennon-Witwe Yoko Ono.

London - Der Esel nennt sich immer zuerst. Im britischen scheint es dieses Sprichwort nicht zu geben. Zumindest Paul McCartney ist es nicht bekannt. Der will 21 Songs, die bislang als "Lennon/McCartney"-Songs bekannt waren, auf einem Live-Album, das in Kürze in Europa erscheinen soll, jetzt plötzlich mit dem Hinweis "composed by Paul McCartney and John Lennon" versehen. Echte Beatles-Fans wissen zwar ohnehin, wer von beiden welche Songs geschrieben hat, und andere dürfte es so genau nicht interessieren, aber McCartney scheint das nicht zu genügen.

Die eigenmächtige Aktion erregte freilich sofort die um das Erbe von John Lennon peinlich bemühte Witwe Yoko Ono. Schon im vergangenen Jahr hatte McCartney sich mit Yoko Ono, der Witwe des 1980 ermordeten John Lennon, deswegen angelegt. Als das Live-Album in den USA erschien, hatte sie gar zeitweilig eine Klage erwogen.

"Es ist nur fair, wenn die Lieder, die sogar John als meine bezeichnet hat, auch meinen Namen zuerst tragen", hatte McCartney damals die Streitigkeiten kommentiert. Zu den berühmtesten McCartney-Hits zählen "Yesterday" und "Hey Jude".

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