Offener Brief zum Kultur-Lockdown »Theater so schnell wie den Einzelhandel öffnen«

In einem offenen Brief haben sich 21 Berliner Kulturinstitutionen an den Bund und an die Stadt Berlin gewandt: Eine rasche Öffnung ihrer Häuser sei trotz Corona vertretbar und gesellschaftlich nötig.
Innenraum der Deutschen Oper Berlin

Innenraum der Deutschen Oper Berlin

Foto: A3518 Miguel Villagran/ dpa

Die Generalmusikdirektoren und Chefdirigenten sowie Intendantinnen und Intendanten von 21 Berliner Opern- und Konzerthäusern sowie Theatern haben sich in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin, den Regierenden Bürgermeister sowie die Berliner Wissenschaftssenatorin und den Kultursenator gewandt: »Wir fordern, die von uns geleiteten Institutionen zum nächstmöglichen Zeitpunkt, auf jeden Fall aber in Gleichklang mit dem Einzelhandel zu öffnen«, heißt es in dem Schreiben an Angela Merkel, Michael Müller, Ramona Pop und Klaus Lederer.

Zu den Unterzeichnenden gehören unter anderen der Generaldirektor der Staatskapelle Daniel Barenboim, der Chefdirigent der Berliner Philharmoniker Kirill Petrenko, die Leiter der drei Berliner Opern sowie die Intendantinnen und Intendanten von Berliner Ensemble, Maxim Gorki Theater und Volksbühne. In dem Brief verweisen sie darauf, dass wissenschaftliche Untersuchungen übereinstimmend bestätigt hätten, dass die Hygienekonzepte der Kultureinrichtungen die geringsten Infektionsrisiken im öffentlichen Raum garantierten.

Unter Berücksichtigung des momentanen Infektionsgeschehens, im kontinuierlichen Austausch mit Expertinnen und Experten und bei ständiger Weiterentwicklung und Anpassung von Hygienemaßnahmen kämpfe man, heißt es in dem Schreiben weiter, »um das Fortleben der sozialen Rezeption von Kunst, um die Fortführung einer künstlerischen Auseinandersetzung in der Gesellschaft und für ein Wiederaufleben Berlins als Metropole der Kunst und Musik«.

(Lesen Sie hier über die Ergebnisse einer Studie zum Infektionsrisiko in Innenräumen.)

Am 3. März will Bundeskanzlerin Merkel mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder über das weitere Verfahren in der Pandemie entscheiden.

hpi