Ain’t No Sunshine Soulsänger Bill Withers ist tot

Er schuf einen der berühmtesten Songs der Popgeschichte: "Ain’t No Sunshine". Dieser und viele weitere seiner Kompositionen wurden unzählige Male gecovert. Jetzt ist Bill Withers mit 81 Jahren gestorben.
Bill Withers (2006)

Bill Withers (2006)

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Reed Saxon/ AP

Er schrieb und sang mehrere große Hits, darunter "Lean on Me", "Ain't No Sunshine" und "Lovely Day". Nun ist Bill Withers, der einflussreiche US-Soulsänger, tot. Er sei an Herzkomplikationen am Montag in Los Angeles gestorben, teilte die Familie "Associated Press" am Freitag in einem Statement mit. Darin heißt es, man sei am Boden zerstört durch den Verlust des geliebten Mannes und Vaters.

"In dieser schwierigen Zeit beten wir, dass seine Musik den Menschen Wärme und Ablenkung spendet. "

Familie von Bill Withers

William Harrison Withers Jr. wurde 1938 in Slab Fork, West Virginia, geboren. Dort erlebte er eine schwierige Kindheit: Stottern machte es ihm schwer, Freunde zu finden, seine Eltern ließen sich früh scheiden und sein Vater starb, als er 13 Jahre alt war. Anschließend half seine Großmutter, ihn großzuziehen. Withers trat noch als Jugendlicher der US-Marine bei und verbrachte dort einige Jahre, bevor er seine musikalische Karriere startete.

1967 zog der Sänger nach Los Angeles - aber nicht, weil er einen Job in der Musikindustrie fand. Zunächst arbeitete er bei einer Firma, die etwas weniger Glamouröses herstellte: Toilettensitze. Withers nutzte also die Nächte, um Demos aufzunehmen.

Sein Debüt veröffentlichte er 1971

Damit hatte er wenig später Glück: Wegen seiner weichen, gefühligen Stimme bekam er einen Plattenvertrag bei Sussex Records und veröffentlichte 1971 sein Debüt "Just As I Am". Auf dem Album befand sich nicht bloß "Ain’t No Sunshine", es brachte ihm auch seinen ersten Grammy ein. Wenige Jahre später sollten zwei weitere folgen.

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Die Siebzigerjahre avancierten zu der produktivsten und erfolgreichsten Zeit des Soulsängers: Sein zweites Album "Still Bill", auf dem "Lean on Me" und "Use Me" zu hören waren, katapultierte ihn auch in den Charts weit nach oben, er nahm ein Livealbum in der berühmten Carnegie Hall auf, tourte, produzierte weitere Platten. Darunter der Song "Lovely Day". Seinen zweiten Grammy erhielt er 1982 für den Hit "Just the Two of Us", ehe wenige Jahre später sein letztes Album erschien. Nach "Watching You, Watching Me" zog er sich 1985 sukzessive aus der Öffentlichkeit zurück - nicht aber seine Songs.

Seine Songs hören auch US-Präsidenten gern

"Lean on Me", dieser Lobgesang auf die Freundschaft, wurde etwa bei den Amtseinführungen der US-Präsidenten Barack Obama und Bill Clinton gespielt, "Ain’t No Sunshine" spendete vermutlich Tausenden an Liebeskummer leidenden Menschen Trost. Beide führt der "Rolling Stone" in seiner Liste der 500 größten Songs aller Zeiten auf. 2015 wurde Withers schließlich in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Nun ist Bill Withers gestorben. Er wurde 81 Jahre alt.

evh/AP
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