Spektakulärer Deal Bob Dylan verkauft seine kompletten Song-Rechte

Mehr als 600 Songs aus 60 Jahren: Bob Dylan verkauft die Rechte an seinen Songs an Universal Music, von »Blowin' in the Wind« zu »Murder Most Foul«. Der Preis soll sich im neunstelligen Bereich bewegen.
Musiker Bob Dylan (2012)

Musiker Bob Dylan (2012)

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Chris Pizzello / AP

Er war der erste Songwriter, der mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Jetzt veräußert Bob Dylan in einem Blockbuster-Deal die Rechte an all seinen Songs an den Musikverlag Universal Music Publishing Group. Ein Geschäft von so großer Reichweite, dass Universal-Music-Chef Lucian Grainge in einer Mail an Mitarbeiter schwärmte: »Durch diesen Deal haben wir das Erbe unseres Unternehmens für immer verwandelt.«

Der Songkatalog ist an Bedeutung und Einfluss kaum zu überbieten. Dazu gehören Klassiker wie »Blowin’ in the Wind« »The Times They Are a-Changin’«, »Like A Rolling Stone«, »Lay Lady Lay«, »Forever Young«, »Knockin’ On Heaven’s Door«, »Tangled up in Blue«, »Gotta Serve Somebody« und »Things Have Changed«. Dylans Lieder sind in den vergangenen Jahrzehnten mehr als 6000-mal neu aufgenommen worden, unter anderem von Künstlern wie Jimi Hendrix, Guns N'Roses und Adele. Seit dem Erscheinen seines Debütalbums 1961 hat Bob Dylan mehr als 126 Millionen Platten auf der ganzen Welt verkauft.

Durch den Corona-Lockdown hat die Musikindustrie empfindliche Einbußen hinnehmen müssen, vor allem durch den Ausfall lukrativer Live-Auftritte. Dem entgegen sind die Preise für Rechte an Songs in dieser Zeit in die Höhe geschossen. Der Dylan-Deal ist der Höhepunkt einer Reihe von lukrativen Veräußerungen. Erst vergangene Woche hatte die Fleetwood-Mac-Songwriterin Stevie Nicks die Rechte an ihren Liedern für 100 Millionen Dollar an den Verlag Prime Wave verkauft.

Ein genauer Betrag wurde bei Dylans Geschäft nicht genannt, es dürfte sich aber um ein Vielfaches dessen handeln, was Nicks bekommt. Der 79-Jährige hatte im Sommer sein jüngstes Album "Rough and Rowdy Ways" veröffentlicht. Den Nobelpreis für Literatur erhielt er 2016.

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