Rolling-Stones-Schlagzeuger Charlie Watts ist tot

Der Schlagzeuger der Rockband Rolling Stones, Charlie Watts, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Zuletzt hatte der Brite wegen einer OP seine Teilnahme an der US-Tour der Band absagen müssen.
Charlie Watts 2010 am Schlagzeug (Archivbild)

Charlie Watts 2010 am Schlagzeug (Archivbild)

Foto: Ursula Düren / dpa

Charlie Watts, Schlagzeuger der Rolling Stones, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Das teilte sein Sprecher mit, wie unter anderem die BBC und die Nachrichtenagentur Reuters berichten.

»Mit großer Traurigkeit geben wir den Tod unseres geliebten Charlie Watts bekannt. Er ist heute in einem Londoner Krankenhaus im Kreise seiner Familie friedlich verstorben«, so der Sprecher: »Charlie war ein geschätzter Ehemann, Vater und Großvater und als Mitglied der Rolling Stones auch einer der größten Schlagzeuger seiner Generation.«

Fotostrecke

Reaktionen zum Tod von Charlie Watts – »Ein Held ist von uns gegangen«

Foto: Phillip Massey / WireImage

Watts, 1941 in London geboren, war 1963 zu den Stones gestoßen und blieb ihnen treu. Nach anfänglichen Erfolgen mit Coverversionen in Großbritannien und den Vereinigten Staaten erlangte die Gruppe mit Hits aus der Feder von Mick Jagger und Keith Richards wie »(I Can't Get No) Satisfaction«, »Get Off of My Cloud« und »Paint It Black« sowie dem Album »Aftermath« weltweiten Ruhm.

Nach Jagger und Richards war Watts das dienstälteste Mitglied der Stones. Doch im Gegensatz zu dem Sänger und dem Gitarristen mied er das Rampenlicht. Im kommenden Jahr hätte Watts zum 60. Bandjubiläum auf der Bühne stehen sollen.

Fotostrecke

Der Drummer

Foto: SUZANNE CORDEIRO / AFP

Watts sagte US-Tour wegen Operation ab

Der Schlagzeuger hatte seine Laufbahn als Jazzmusiker begonnen. Die Affinität dazu verlor er aber nie. Unter anderem leitete er seine eigene Jazzband.

Anfang August hatte Watts seine Teilnahme an der US-Tour der Rolling Stones im September absagen müssen. Als Grund wurde damals eine kurzfristig notwendige Operation angegeben. Der Eingriff sei zwar erfolgreich gewesen, Watts müsse sich aber mehrere Wochen erholen. Welche gesundheitlichen Probleme Watts genau hatte, wurde nicht bekannt. 2004 war er zweimal wegen einer Kehlkopfkrebserkrankung operiert worden, hatte danach aber als geheilt gegolten.

ptz/AP/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.