Comet-Preisverleihung Avril Lavigne und Sasha ausgezeichnet

Avril Lavigne und der in Nordamerika als Dick Brave bekannte deutsche Popstar Sasha haben bei der Verleihung des Viva-Musikpreises Comet in Köln die Einzelpreise als beste Solointerpreten abgeräumt. Die Veranstaltung wurde von einem Bühnenunfall überschattet.


Comet-Preis als "bester Künstler" in seiner Rolle als Dick Brave: Popstar und Teenie-Schwarm Sasha
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Comet-Preis als "bester Künstler" in seiner Rolle als Dick Brave: Popstar und Teenie-Schwarm Sasha

Köln - Rock-Sängerin Avril Lavigne erhielt den Preis in der Kategorie "Bester internationaler Künstler" und setzte sich damit vor rund 14.000 Zuschauern in der ausverkauften KölnArena gegen Top-Stars wie Britney Spears und Robbie Williams durch. Dick Brave - Deutschlands Teenie-Schwarm Sasha in seiner Rolle als kanadischer Rock 'n' Roller - wurde zum besten nationalen Musiker gewählt. Insgesamt wurden bei der am Freitagabend vom Musiksender Viva ausgerichteten Gala Auszeichnungen in sieben Kategorien vergeben.

Allerdings überschattete ein schwerer Unfall die Verleihung der Medienpreise. Beim Auftritt des exzentrischen Rockmusikers Marilyn Manson stürzte der Schlagzeuger der Band von der Bühne. Ein Notarzt behandelte den Musiker, anschließend wurde er zur weiteren Untersuchung in die Kölner Uni-Klinik eingeliefert, wie ein Viva-Sprecher am Abend mitteilte. Der Verletzte sei transportfähig, sein Zustand sei stabil. Er habe unter anderem eine Gehirnerschütterung erlitten. Die Show musste für rund 20 Minuten unterbrochen werden.

Stark vertreten war in diesem Jahr der HipHop: Der Berliner Rapper Sido wurde als bester nationaler Newcomer geehrt. In der Kategorie "Video National" setzten sich die Fantastischen Vier mit dem Clip zu ihrer Erfolgssingle "Troy" durch. Sogenannter "Act National" wurde das Berliner Duo Rosenstolz. Stefan Raab sicherte sich einen Spezialpreis für den Song "Space Taxi" zur Kinokomödie "(T)Raumschiff Surprise".

Die Trophäe in der Kategorie "R'n'B/HipHop" ging an die Black Eyed Peas, die im vergangenen Jahr mit dem Album "Elephunk" ihren Durchbruch in den Charts geschafft hatten. Den Preis für das beste internationale Video gewannen R.E.M. mit "Bad Day".

Insgesamt waren 35 Bands und Künstler für die Comet-Preise nominiert gewesen. Trotz zweifacher Nominierung ging US-Popstar Britney Spears leer aus. Auch der englische Superstar Robbie Williams konnte sich nicht durchsetzen.

Bei der bunten Pop-Show traten etliche internationale wie auch nationale Top-Bands und -musiker auf, darunter das Künstlerkollektiv Söhne Mannheims und der Rocker Bryan Adams. Moderiert wurde die Veranstaltung von den Schauspielern Wolke Hegenbarth und Ralf Bauer.

Die von RTL präsentierte Gala fand in diesem Jahr erstmals ohne Anbindung an die nach Berlin umgezogene Musikmesse Popkomm und das Kölner Ringfest statt. Zudem wurde die Anzahl der vergebenen Preise von 14 auf sieben halbiert - um das Programm zu straffen, wie es hieß.

Am Samstagnachmittag strahlt RTL die Show von 16.45 bis 18.45 Uhr aus, am Samstagabend ist die Gala dann von 20.00 bis 23.00 Uhr bei Viva zu sehen.



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