»Gangsta's Paradise« US-Rapper Coolio ist tot

Mit der preisgekrönten Single »Gangsta's Paradise« wurde Coolio Mitte der Neunziger zum Star. Es folgten weitere Alben – und Auftritte in Realityshows. Nun starb der Rapper im Alter von 59 Jahren.
Coolio bei einem Auftritt im April 2019 in Phoenix

Coolio bei einem Auftritt im April 2019 in Phoenix

Foto:

Rick Scuteri / AP

Der US-Rapper Coolio ist tot. Er starb im Alter von 59 Jahren in Los Angeles, wie sein langjähriger Manager Jarez Posey mitteilte. Seine Managerin Susan Heber berichtete ebenfalls von der Nachricht.

Coolio wurde demnach im Haus eines Freundes tot aufgefunden. Er habe das Badezimmer aufgesucht und sei auch nach längerer Zeit nicht wieder herausgekommen. Angaben zur Todesursache gibt es bisher nicht.

»As I walk through the valley of the shadow of death, I take a look at my life and realize there's not much left, 'cause I've been blastin' and laughin' so long, that even my mama thinks that my mind is gone.«

Coolio, »Gangsta's Paradise«

Coolio hieß mit bürgerlichem Namen Artis Leon Ivey Jr. Er wurde in Monessen im US-Staat Pennsylvania geboren – und Mitte der Neunzigerjahre zum Star: 1994 veröffentlichte er sein Solodebütalbum »It Takes a Thief«, dessen Single »Fantastic Voyage« extrem erfolgreich war.

Ein Jahr später erschien dann Coolios zweites Album samt der gleichnamigen Single »Gangsta's Paradise«, sie war der Soundtrack zum Highschool-Drama »Dangerous Minds« mit Michelle Pfeiffer. Coolio eroberte damit die Charts und wurde für den Song mit einem Grammy ausgezeichnet. Er war im Laufe seiner Karriere noch für fünf weitere Grammys nominiert.

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An den Erfolg konnte Coolio noch mit dem melodischen Barocksample »I'll C U When You Get There« anknüpfen. Anschließend wurde es allerdings ruhig um ihn.

2004 versuchte der Rapper in der ProSieben-Show »Comeback – Die große Chance« wieder ins Rampenlicht zu kommen. Er landete jedoch hinter dem ehemaligen Smokie-Sänger Chris Norman und Ex-Mitglied von Caught in the Act Benjamin Boyce auf dem dritten Platz. Sechs Jahre später verbrachte Coolio ein paar Tage im »Big Brother«-Haus – aus dem er vorzeitig herausgeworfen wurde, weil er eine transsexuelle Mitkandidatin beleidigt hatte.

In der Kochshow »Celebrity Cook-Off« ließ man ihn 2012 trotzdem wieder ins Fernsehen. Später war Coolio auch noch als Kandidat der amerikanischen Version von »Frauentausch« zu sehen.

Wegen illegalen Drogen- und Waffenbesitzes war der Rapper wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Auch in Deutschland stand er 1998 vor Gericht: Damals wurde er wegen Beihilfe zu Raub und Körperverletzung zu sechs Monaten auf Bewährung und zu einer Geldstrafe verurteilt.

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Auf die Nachricht vom Tod des Rappers reagierten zahlreiche Kollegen. »Das sind traurige Neuigkeiten«, schrieb  Rapper Ice Cube auf Twitter. »Ich habe direkt miterlebt, wie dieser Mann es an die Spitze der Branche schaffte.« Drummer und Rap-Musiker Questlove wünschte bei Instagram : »Friedliche Reise, Bruder.«

Auch Schauspielerin Pfeiffer verabschiedete sich via Instagram  von Coolio und schrieb von einem »viel zu kurzen Leben«. Sie erinnere sich daran, dass er nichts anderes als liebenswürdig war. Noch heute, 30 Jahre später, bekomme sie Gänsehaut, wenn sie den Soundtrack zu »Dangerous Minds« höre.

aar/AP
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