Umstrittener Dirigent Daniel Barenboim bleibt an der Staatsoper

Musiker hatten Daniel Barenboim Schikanen vorgeworfen: Zuletzt war der Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper umstritten gewesen. Nun wurde sein Vertrag bis 2027 verlängert.

Daniel Barenboim: gute Gesundheit bescheinigt
John MacDougall/ AFP

Daniel Barenboim: gute Gesundheit bescheinigt


Der Dirigent Daniel Barenboim soll bis 2027 Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper Unter den Linden bleiben, sein derzeit bis 31. Juli 2022 laufender Vertrag wird um weitere fünf Jahre verlängert. Das teilten Barenboim und Kultursenator Klaus Lederer in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit.

Der 76-Jährige steht seit 1992 an der Spitze der Staatsoper. Zuletzt wurde jedoch Barenboims Führungsstil stark kritisiert: Musiker hatten ihm verletzendes Verhalten wie Schikanen und Wutausbrüche vorgeworfen. Der "Tagesspiegel" hatte den Senat im Februar dazu aufgefordert, jetzt den Mut aufzubringen, "der glanzvollen Ära ein klares Ende zu setzen." Intendant Matthias Schulz und Kultursenator Klaus Lederer hatten damals mitgeteilt, dass es ein Gespräch mit der gesamten Belegschaft geben solle.

Barenboim hatte zu den Vorwürfen im RBB gesagt: "Wenn das Orchester oder Sie mich zu dem Punkt bringen, dass ich meine Eigenschaften, meinen Charakter verbessern kann, bin ich nur dankbar." Er äußerte immer wieder den Wunsch, an der Staatsoper zu bleiben, vorausgesetzt seine Gesundheit lasse es zu und die Musiker wollten es so. Jüngst hatte Barenboim gesagt, die Ärzte hätten ihm eine gute Gesundheit bescheinigt. Der Orchestervorstand erklärte am Dienstag, die Staatskapelle freue sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Barenboim.

Der argentinisch-israelische Musiker Barenboim gilt als einer der bekanntesten Klassikkünstler weltweit. Nach Stationen in London, Paris und Chicago hatte er nach dem Mauerfall 1992 die Leitung der Staatsoper übernommen.

mal/dpa



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