US-Rockveteran David Crosby ist tot

Er sang bei den Byrds und Crosby, Stills and Nash – und er pflegte einen ausschweifenden Lebensstil. Nun ist der legendäre US-Musiker David Crosby im Alter von 81 Jahren gestorben.
David Crosby bei den Grammy Awards in Los Angeles (im Jahr 2020)

David Crosby bei den Grammy Awards in Los Angeles (im Jahr 2020)

Foto: Mike Blake / REUTERS

Der US-Rockveteran David Crosby ist laut Medienberichten tot. Das US-Magazin »Variety« berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Crosbys Frau, der Mitbegründer der Bands The Byrds und Crosby, Stills, Nash & Young sei im Alter von 81 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Auch das Musikmagazin »Rolling Stone« berichtete vom Tod des legendären Musikers.

Der 1941 in Kalifornien geborene Crosby war in den Sechzigerjahren zunächst Mitglied der Band The Byrds, mit der er die Hits »Mr. Tambourine Man« und »Turn! Turn! Turn!« aufnahm.

1968 gründete er mit Stephen Stills und Graham Nash die Gruppe Crosby, Stills and Nash, die ein Jahr später einen unvergessenen Auftritt beim Musikfestival in Woodstock hatte und für Hits wie »Marrakesh Express« bekannt ist.

Zusammen mit Neil Young firmierte die Band auch unter dem Namen Crosby, Stills, Nash & Young. Crosby nahm zudem mehrere Soloalben auf.

Crosby, Stills, Nash & Young bei einem Auftritt im Londoner Wembleystadion

Crosby, Stills, Nash & Young bei einem Auftritt im Londoner Wembleystadion

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David Warner Ellis / Redferns / Getty Images

Der für seine künstlerischen Leistungen zweimal in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommene Crosby sorgte auch mit seinem ausschweifenden Lebensstil für Schlagzeilen. In den Achtzigerjahren verbrachte er wegen Kokain- und Waffenbesitzes mehrere Monate im Gefängnis. 1994 unterzog er sich einer Lebertransplantation – das Organ war durch jahrzehntelangen Konsum von Drogen wie Kokain und Heroin geschwächt.

»Ich weiß nicht, warum ich noch am Leben bin, während Jimi (Hendrix) und Janis (Joplin) es nicht sind«, sagte er 2014 in einem Interview dem Magazin »Rolling Stone«. »Ich hatte Glück.«

phw/AFP
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