Deutscher ESC-Vorentscheid Mit Harfe und Dudelsack nach Wien

Von Mittelalterklängen bis Elektropop: Der NDR hat sieben Kandidaten für den ESC-Vorentschied bekannt gegeben. Der letzte Teilnehmer wird von Zuschauern bei einem Konzert gewählt.

Mathias Bothor

Hamburg - Einer von ihnen könnte Deutschland beim nächsten Eurovision Song Contest in Wien vertreten:

  • Fahrenhaidt,
  • Faun,
  • Alexa Feser,
  • Mrs. Greenbird,
  • Andreas Kümmert,
  • Laing oder
  • Noize Generation.

Das sind die sieben Acts, die für den deutschen ESC-Vorentscheid 2015 feststehen. In bester ESC-Manier kommen sie aus ganz unterschiedlichen musikalischen Ecken.

So beschreibt etwa das Berliner Projekt Fahrenhaidt seinen Stil als "modernen Nature-Pop". Die Band Faun ist schon seit mehr als zehn Jahren in der Mittelalterszene bekannt und kombiniert Instrumente wie Drehleier, Harfe und Dudelsack. Die Singer/Songwriterin Alexa Feser aus Wiesbaden ist Enkelin eines Jazzpianisten.

Einer der bekannteren Acts unter den Teilnehmern ist das Kölner Duo Mrs. Greenbird, das Ende 2012 mit seinem gleichnamigen Album Goldstatus erreichte; ihre Musik nennen die Gewinner der dritten "X-Factor"-Staffel "Singersongwritercountryfolkpop". Der 27-jährige Andreas Kümmert, der vor einem Jahr bei "The Voice of Germany" gewann, ist ein Blues- und Rocksänger.

Das Berliner Damenquartett Laing oszilliert mit seiner Musik zwischen Elektro und Pop, bekannt wurden sie mit der Single "Morgens immer müde". Noize Generation ist der Bühnenname von Jewgeni Grischbowski; der Münchner Musikproduzent und DJ bewegt sich zwischen elektronischen Klängen und Songwriting.

Der achte Teilnehmer des Vorentscheids wird am 19. Februar von den Zuschauern bei einem Klubkonzert in Hamburg gewählt; die Veranstalter wollen so auch noch unbekannten Newcomern eine Chance zur Teilnahme geben.

Der Vorentscheid selbst findet am 5. März in Hannover statt, wo sich dann alle acht Teilnehmer mit je zwei Songs dem Votum des TV-Publikums stellen müssen.

Das Finale des ESC findet am 23. Mai in Wien statt. 2014 gewann die österreichische Dragqueen Conchita Wurst den Musikwettbewerb.

eth/dpa



insgesamt 6 Beiträge
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Frittenbude 14.01.2015
1. mrs. Greenbird
Ich würde auf Mrs. Greenbird setzen. Die haben bei X-Factor bewiesen, dass sie es drauf haben. Danke bei dieser Gelegenheit an unsere Privatsender - was sollten die ÖR nur ohne Eure Kreativität machen (Personal, Formate).
gnarze 14.01.2015
2. Kümmert
ist Favorit - hoffen mal, dass sein Song auch brauchbar ist, weil er hat eine Hammerstimme
bansky 14.01.2015
3. Faun ist sich für nichts mehr zu schade...
Ich mochte diese "Spielleute" mal ganz gerne...seit sie bei einem Major unter Vertrag sind, geht's musikalisch und inhaltlich aber steil bergab. Die letzten CD's (vor allem die vorletzte) waren grausig.
Nutzer ohne Namen 14.01.2015
4. Kümmert in wien wäre genial
hoffen wir nur, dasd er einen neues "with a little help of my friends" geschrieben bekommt / er schreiben kann. seine stimme ist einmalig. seine songtexte sind aber vermutlich zu komplex & melancholisch um ne esc-Rock-Hymne zu werden mein bisheriger favo http://youtu.be/pfWlEuzXTyI?list=PLarP4K_bvzAwiqUR5zKoFiSimlZQwIdrI
brdistmist 14.01.2015
5. ESC macht Spaß!
Egal was auch dieses Jahr dabei rumkommt, der ESC macht einfach nur Spaß. Gehört er doch zum Alljeährlichen Ritual mit dem Unkum der Punktevergabe. Ich kenne zwar keiner dieser Interpreten (Promis drücken sich nur allzu gerne davor), aber manchmal ist das auch nebensächlich bzw. einfach zu schwach. Dafür gibt es den Galgenhumor, wenn man feststellen muss wie kreativ oder einfach nur besser andere Teilnehmer sind.
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