Kommendes Album der US-Sängerin Doja Cat lässt sich von »deutschem Neunziger-Rave-Vibe« inspirieren

Popstar Doja Cat (»Say So«) wurde in einem Interview nach ihrem kommenden Album gefragt. Ihre Antwort klingt danach, als hätte sie zuletzt ein paar alte Loveparade-Videos auf YouTube geschaut.
Doja Cat bei der »Vogue« World Show in New York: Ausleben, was sie als Kind nicht durfte

Doja Cat bei der »Vogue« World Show in New York: Ausleben, was sie als Kind nicht durfte

Foto: Pierre Suu / GC Images / Getty Images

Wenn angloamerikanische Musikerinnen und Musiker über Einflüsse von deutscher Musik sprachen, kam lange Zeit vor allem Bewunderung für Kraftwerk oder wolkige Verweise auf Krautrock, »so was wie Can oder Neu!«. Doch die Hypezyklen entwickeln sich weiter, und nun hat die 26-jährige kalifornische Sängerin Doja Cat sich als Fan deutscher Rave-Musik geoutet.

Im CR Fashion Book , einer zweimal jährlich erscheinenden Zeitschrift der ehemaligen »Vogue«-Chefredakteurin Carine Roitfeld, wurde Doja Cat danach gefragt, wie ihr nächstes Album, an dem sie gerade arbeitet, klingen werde. Die Sängerin, bekannt für ihre Pop-Hits »Say So« und »Kiss Me More«, antwortete, sie stehe gerade sehr auf »diesen deutschen Rave-Vibe aus den Neunzigern«, das mache ihr viel Spaß.

Tänzer bei der Loveparade 1998

Tänzer bei der Loveparade 1998

Foto: Bernd Settnik / picture-alliance / dpa

Sie habe diese Sachen schon als Kind geliebt, sagte Doja Cat weiter und freut sich darauf, diese Begeisterung nun ausleben zu können. »Natürlich konnte ich mir damals nicht die Haare rasieren, einen Pelz-BH tragen und den Bauchnabel gepierct haben.« Das gebe einen Hinweis auf das Album.

Interessanterweise sagt die als Amala Ratna Zandile Dlamini geborene Musikerin, sie sei sich bewusst, dass das ein ziemlicher Trend sei im Moment. Möglicherweise spielt sie an auf die jüngsten Alben von Drake und von Beyoncé, die beide von Dance Music aus den Neunzigerjahren inspiriert waren. Allerdings betont Doja Cat, bei ihr ginge es um »Rave-Kultur, nicht House«. Mal sehen, ob sie irgendwann sagt, es habe schon immer ein Marusha-Element in ihrer Musik gegeben.

Doja Cat bei einer Modepreisverleihung in New York: Schon immer gern verkleidet

Doja Cat bei einer Modepreisverleihung in New York: Schon immer gern verkleidet

Foto: EugeneGologursky / Getty Images

Das Interview mit Doja Cat für die Modezeitschrift führte der Designer Matthew M. Williams. Die Sängerin trug bei den europäischen MTV-Awards ein von ihm entworfenes Givenchy-Kleid. Zu ihrem Verhältnis zu Mode sagt sie, sie habe es als Kind schon geliebt, sich zu verkleiden. Auch ihr Gesicht habe sie sich damals gern bemalt.

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