Neuer Rekord bei Gitarrenauktion Bob Dylan schlägt Eric Clapton

Traumerlös für eine E-Gitarre: Fast eine Million Dollar war einem unbekannten privaten Bieter die Fender Stratocaster wert, die Bob Dylan auf dem legendären Newport-Konzert 1965 gespielt hat. Mit dem Preis übertrumpft der Musiker den bisherigen Rekordhalter Eric Clapton - um 5500 Dollar.

AFP

New York - Eine Gitarre des US-Musikers Bob Dylan ist in New York für fast eine Million Dollar versteigert worden: Die Fender Stratocaster sei für 965.000 Dollar (etwa 700.000 Euro) verkauft worden - etwa doppelt so viel wie erwartet. Es ist der höchste Preis, der jemals bei einer Auktion für eine Gitarre bezahlt worden sei, teilte das Auktionshaus Christie's am Freitag in New York mit.

Mit dem Traumerlös schlägt Dylan den bisherigen Rekordhalter Eric Clapton. Dessen Gitarre mit dem Spitznamen "Blackie", ebenfalls eine Fender, erzielte 2004 bei Christie's 959.500 Dollar. Sie galt seit Ende der sechziger Jahre als Claptons Hauptgitarre.

Der heute 72-jährige Dylan hatte die jetzt versteigerte Gitarre bei einem Auftritt auf dem Newport Folk Festival 1965 gespielt. Das Konzert gilt heute als Meilenstein in der US-Musikgeschichte, weil es Dylans Übergang vom Folkmusiker mit Akustikgitarre zum Rockmusiker mit Elektrogitarre markiert.

Der Drei-Song-Set mit der E-Gitarre wurde damals von einem Teil des Publikums kräftig ausgebuht und von Folk-Puristen als "Verrat" gegeißelt. Allerdings gibt es auch die These, dass die Buhs der schaurigen Soundqualität der Anlage oder der Kürze des Set gegolten haben sollen.

Später hatte Dylan das Instrument in einem Privatflugzeug zurückgelassen. Die Tochter des Piloten gab es nun zur Versteigerung frei. Sie hatte sich vorher mit Dylan in einem Rechtsstreit über das teure Stück geeinigt. Wer die Gitarre ersteigert hat, teilte das Auktionshaus nicht mit. Der Käufer wurde lediglich als Privatperson identifiziert.

bos/dpa/AP

insgesamt 2 Beiträge
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fridolin62 07.12.2013
1. Für entsprechende...
... Strats werden ja schon Traumpreise aufgerufen, wenn sie keine prominenten Vorbesitzer hatten. Das bedeutet leider, dass viele dieser Schätze aus den 50s und 60s ihr Dasein in Tresoren fristen und nicht mehr gespielt werden. Aber zum Glück gibt es heute erschwingliche neue Instrumente, die heute teils gar nicht so schlecht klingen. Und ansonsten hilft sowieso nur viel, viel üben...
vulcan 10.12.2013
2.
Zitat von fridolin62... Strats werden ja schon Traumpreise aufgerufen, wenn sie keine prominenten Vorbesitzer hatten. Das bedeutet leider, dass viele dieser Schätze aus den 50s und 60s ihr Dasein in Tresoren fristen und nicht mehr gespielt werden. Aber zum Glück gibt es heute erschwingliche neue Instrumente, die heute teils gar nicht so schlecht klingen. Und ansonsten hilft sowieso nur viel, viel üben...
Wer weiß, vielleicht spielt der neue Besitzer ja heimlich den NFF-Auftritt von damals nach? :-)
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