Einschränkungen wegen der Pandemie Udo Lindenberg leidet unter seiner Bühnenpause

Er habe noch nie so deutlich gespürt, wie überlebenswichtig das Publikum sei: Wegen Corona musste Udo Lindenberg seine Tour absagen. Die Bühnenabstinenz sei »härtester Entzug«, so der Sänger.
Udo Lindenberg vermisst sein Publikum

Udo Lindenberg vermisst sein Publikum

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Axel Heimken / picture alliance / dpa

Udo Lindenberg hadert mit seiner pandemiebedingten Bühnenabstinenz. »Ich habe in den vielen Jahren, in denen ich Musik mache, noch nie so deutlich gespürt, wie überlebenswichtig das Publikum für mich ist«, sagt der Sänger dem SPIEGEL. Es sei »härtester Entzug«. Eine ähnlich lange Zwangspause habe er allenfalls zu seinen Trinkerzeiten gehabt (Lesen Sie hier  mehr dazu, wie die Konzertbranche unter Corona leidet).

»Als wir 2020 die Tour absagen mussten, war das schlimm für uns. Ich wusste, welche Trauer das in vielen Seelen auslöst«, so Lindenberg. Manchmal hätten ihm Bandmitglieder geschrieben: Heute wären wir in Berlin. Oder: Gleich stünden wir in Leipzig auf der Bühne.

Anders als viele Künstler ist Lindenberg in der Coronazeit nicht aufgetreten. Konzerte im Autokino, wie sie Tim Bendzko oder Nena gaben, kamen für ihn nicht infrage. »Kleine Locations machen Stress. Zigtausende Leute hätten auf der Straße gestanden, in der Hoffnung, doch noch irgendwie reinzukommen. Die Schwarzmarktpreise wären explodiert. Das will ich niemandem antun.«

Auch Streamingkonzerten kann Lindenberg nichts abgewinnen: »Da fehlt mir die direkte Energie-Connection mit meiner Panikfamilie. Der Spirit, die Kraft zwischen Bühne und Publikum. Die leuchtenden Augen, das Theater der Verrückten, der Zauber der magischen Nacht. Nur kalte Kameras, das ist nichts für mich.«

Ende Mai soll Lindenbergs nächste Tournee beginnen. »Das muss sein, das wird sein. Wenn noch mal alles abgesagt werden müsste, wird es zu dunkel auf der Welt.«

akü
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