Eurovision Song Contest in Wien Frauen vor Windmaschinen

Viel Wind, wenig Abwechslung: Die zehn Gewinner des ersten Halbfinales des Eurovision Song Contest stehen fest: Freuen dürfen sich unter anderem Griechenland und Russland. Die deutschen Zuschauer durften nicht abstimmen.

DPA

Die eingängige Popnummer aus Dänemark und die Punkrocker aus Finnland sind draußen: Im ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest in Wien haben sich am Dienstagabend die klassischen Nummern durchgesetzt.

Von den 16 Teilnehmern des ersten Halbfinales schafften es zehn in die Finalshow am Samstag. Welche Beiträge weiterkommen, entscheiden je zu 50 Prozent die Zuschauer per Anruf und die Jurys in den Teilnehmerländern. Das zweite Halbfinale wird am Donnerstag ausgestrahlt.

Doch nicht alle Zuschauer waren am Dienstagabend zur Abstimmung zugelassen: Während die Deutschen erst am Donnerstag zum Telefonhörer greifen dürfen, waren heute unter anderem die Australier stimmberechtigt.

Fürs Finale gesetzt sind die fünf großen Geldgeber des Wettbewerbs Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und England sowie das Gastgeberland Österreich. Auch Australien wird in der Endrunde vertreten sein. Das Land erhielt im Jubiläumsjahr des Wettbewerbs wegen seiner jahrelangen Leidenschaft für den ESC eine Wildcard.

brk



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andreasbln 20.05.2015
1.
oder will der Autor die Beiträge aus Georgien (relativ klarer Rock) oder aus Belgien (Lorde- Verschnitt) als "klassisch" bezeichnen. Das Feld war äußerst abwechslungsreich und jeder Stil war in jeder Qualitätsstufe von "echt schlecht" bis "sehr gut" dabei. Dabei sind - entgegen der Darstellung des Autors, typische oder eben klassische Eurovisions-Titel wie sie gerade Dänemark und Niederlande geboten haben durchgefallen. Man muss den ESC nicht mögen, aber selbst wenn man ihn kritisieren möchte - und hiefür gab es genug Anlass - sollte man doch wissen worüber man schreibt. Die Moderation war mäßig und mit einer Arabella Kiesbauer, die wirkte als hätte sie ein altes Kleid aus dem Denver-Clan aufgetragen. 4 Frauen waren eindeutig 2 zu viel. Die Bekanntgabe der Gewinner wurde runtergeleiert als wenns keinen interessiert. Das hat man schon oft besser gesehen oder noch schlimmer, das war noch niemals schlechter gemacht als heute abend. Zu den Startern: Erstaunlicherweise kamen die Nummern aus Albanien (3 Minuten Off-Key-Gesang) und Armenien (6 Solisten mit einem sperrigen Song) ins Finale durch, gemischt mit den Ländern, die praktisch eh immer ins Finale kommen (siehe Russland) mit positiven Überraschungen wie der sehr coole Beitrag aus Belgien sowie ein Favorit bei den Bookies: Estland. Die Show hätte man auch getrost auf einem alten schwarz-weiß Fernseher angucken können, denn Schwarz-Weiß war die "Farbe" des Abends sowohl beim Background als auch den Outfits. Die überaus talentierte Niederländerin Trijntje Oosterhuis dürfte eine heiße Anwärterin auf den "Barbara-Dex-Award" für das hässlichste Kostüm sein. Mit einem unförmigen Sackkleid in schwarz mit einer Art Moonboots am Fuß und einer Tüllgardine zum Anfang hinterließ sie nur Kopfschütteln. Ungarn war zwischen vielen hektischen Krachliedern der Kontrapunkt und kam für viele sehr überraschend ins Finale. Die von Buchmachern hoch auf Gesamtsieg gehandelte finnische Rockgruppe, bestehend aus 4 geistig behinderten Musikern, und dem kürzesten Lied der ESC-Geschichte (1:30) schied dann doch aus. Dieses Jahr kommen die ganz großen Favoriten aber eh im zweiten Semi am Donnerstag (Schweden, Norwegen, Slowenien) und im Finale (Italien, Australien).
MoorGraf 20.05.2015
2. öhmm...
und wer ist nun im Finale? Bin ich zu doof, das aus dem Artikel herauszulesen? Oder steht da tatsächlich nur oberflächlicher Andeutungsquark? *grübelt*
chuckal 20.05.2015
3. Mal ehrlich
Das war doch alles kompletter Mist. Die Einzigen, die da irgendwas riskierten, waren die Finnen. Ansonsten eine Songwüste nach der anderen... gähn.
maxuniverse 20.05.2015
4. Achso ...
... nach Qualität geht es also nicht und Europa muss es ja auch nicht sein (siehe Australien). Mal im Ernst: diese ganze Show ist eine Farce und mit Gesangstalent hat sie wohl seit Abba nichts mehr gemein. Es regiert das Geld - wie überall eben. Zeitverschwendung.
grenoble 20.05.2015
5. Da gibts den Geriatriestadl...
..für die junge und alte aber vergreiste Bevölkerungsgruppe und da gibts den ESC für die Homos und Transen sowie für die zurückgebliebenen Länder in Osteuropa. Für Menschen die weder vergreist noch schwul sind, gibt es komischerweise keine Musikveranstaltung.
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